KATWARN ausgelöst! Schwere Unwetter in Bayern

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Etliche Gleise gesperrt

Sprengstoff-Alarm am Münchner Hauptbahnhof

München - Ausgerechnet am Münchner Hauptbahnhof, wo seit Tagen Zehntausende Flüchtlinge ankommen, kommt es am Sonntagabend zum Alarmfall. Fast zwei Stunden lang geht nichts mehr.

Wegen eines Sprengstoff-Alarms ist der Münchner Hauptbahnhof am Sonntagabend für fast zwei Stunden abgesperrt und evakuiert worden. Alle Züge wurden gestoppt. Hunderte Reisende mussten die Schalterhalle verlassen.

Ein Sprengstoff-Spürhund habe in der Nähe des Informationsschalters angeschlagen, teilte die Bundespolizei mit. Eine Gruppe von Entschärfern habe daraufhin einen Gegenstand untersucht und um 19.50 Uhr Entwarnung gegeben.

„Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Reisenden“, sagte der Sprecher der Bundespolizei, Simon Hegewald. Um was für einen Gegenstand es sich handelte, gab er nicht bekannt. Berichte über einen „Bombenalarm“ könne er nicht bestätigen, betonte Hegewald und ergänzte: „Das hat nichts mit den Flüchtlingen zu tun.“

In Zugverkehr entstanden große Verspätungen. Nach Angaben der Deutschen Bahn waren 33 Züge betroffen. Bis der Bahnverkehr sich normalisiere, dauere es noch den ganzen Abend, sagte eine Bahnsprecherin. Am Montag würden die Züge aber wieder fahrplanmäßig unterwegs sein, hieß es am Abend.

Bombenalarm am Hauptbahnhof München. Menschenmassen wurden evakuiert. Überall Feuerwehr und Polizei auf der Straße. Aktuelle Infos hier: http://bit.ly/1Nqn6cd

Posted by Merkur-Online on Sonntag, 13. September 2015

Um Service-Mitarbeiter der Bahn bildeten sich nach dem Alarm Menschentrauben. Durchsagen forderten die Menschen auf, die Bahnsteige und den Bahnhof zu verlassen. „Zu Ihrer eigenen Sicherheit“, hieß es. Bahnmitarbeiter spannten rotweiße Flatterbänder, die Halle leerte sich schnell.

München hatte zuvor das dramatischste Wochenende seit Beginn der Flüchtlingskrise erlebt. Allein am Samstag trafen mehr als 12 000 Menschen am Hauptbahnhof ein - die Behörden konnten erstmals nicht mehr allen Ankömmlingen einen Notplatz anbieten.

AFP/dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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