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Der acht Jahre alte Martin Richard starb bei der Bombenexplosion beim Boston Marathon.

Seine Schwester verlor ihr Bein

Boston: Martin (8) starb an der Zielgeraden

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Boston - Der Bombenanschlag in Boston hat eine Familie besonders schwer getroffen. Der acht Jahre alter Martin Richard starb an der Zielgeraden, seine Schwester und Mutter wurden schwer verletzt.

Wie der Boston Globe und der Sender CNN am Dienstag berichteten, stand der achtjährige Martin Richard zusammen mit seiner Mutter und seiner sechsjährigen Schwester an der Zielgeraden des Boston-Marathons (US-Staat Massachusetts), als es zu den Explosionen kam. Richard wartete auf seinen Vater. Als dieser die Ziellinie überquert hatte, war sein achjähriger Sohn einem Bericht der Daily Mail zufolge auf ihn zugegangen, um ihn zu umarmen. Beinahe wäre er dem Tod entronnen. Doch sein Vater lief noch ein Stück weiter und Martin Richard kehrte just in dem Moment zu seiner wartenden Familie zurück, als eine der Bomben in einem Mülleimer explodierte. Er wurde tödlich verletzt.

Schwester verliert Bein, Mutter schwer verletzt

Seiner Schwester wurde bei der Detonation offenbar ein Bein abgerissen. Und die Mutter erlitt schwere Verletzungen. Sie musste noch in der Nacht zum Dienstag am Kopf operiert worden. Der Vater, der am Marathon teilgenommen habe, sei unverletzt geblieben. Ebenso wie ein weiterer Sohn des Paares.

Zwei Brüder verlieren Bein an der Zielgeraden

Und auch das Schicksal zweier Brüder, die ebenfalls an der Marathon-Zielgeraden in Boston standen, als die Bomben explodierten, erschüttert die Welt. Beide verloren ein Bein. Wie der „Boston Globe“ berichtete, erhielt die Mutter nach dem Anschlag am Montag einen Telefonanruf ihres zweitältesten Sohnes. Der 31-Jährige habe sich aus einem Krankenhaus gemeldet und gesagt: „Mama, ich bin sehr schwer verletzt.“ Seine Beine seien schlimm verbrannt. Sein älterer Bruder (33) habe neben ihm gestanden, und er wisse nicht, was mit ihm passiert sei. Wenig später habe die Mutter dann erfahren, dass sich ihre beiden Söhne in verschiedenen Krankenhäusern befinden. Beide hätten ihr Bein vom Knie abwärts verloren.

Insgesamt sind bei der Attacke mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 144 seien verletzt worden, 17 befänden sich in kritischem Zustand, hieß es am Dienstagmorgen (Ortszeit) bei CNN. Zehn Verletzten hätten Gliedmaßen amputiert werden müssen.

Bomben-Anschlag beim Boston Marathon

Bomben-Anschlag beim Boston Marathon

Ein Video auf der Internetseite des Boston Globe zeigt die dramatischen Szenen nach der Explosion. Wer hinter dem Anschlag steckt, ist derzeit unklar. Die pakistanischen Taliban haben eine Beteiligung an den Anschlägen bestritten. Man habe damit nichts zu tun, sagte Taliban-Sprecher Ahsanullah Ahsan am Dienstag telefonisch der Nachrichtenagentur AP.

Zwar kein Bekenntnis, aber eine schockierende Nachricht verbreitete der Kopf der extremistischen muslimischen Salafisten-Gruppe in Jordanien: Er sei "glücklich, den Horror in Amerika" zu sehen, sagte Mohammad al-Chalabi einem Bericht der Daily Mail zufolge. Und weiter: "Amerikanisches Blut ist nicht mehr wert als muslimisches Blut. Lasst die Amerikaner den Schmerz fühlen, den wir durch ihre Armee im Irak und in Afghanistan und die Soldaten, die unsere Landsleute getötet haben, ertragen mussten."

"Die Bomben waren dafür gemacht, um Menschen zu töten"

Unterdessen ist etwas mehr über die Bomben bekannt: Sie waren wohl von dem oder den Attentäter(n) selbst gebastelt worden und mit Kugellagern gefüllt. "Sie waren dafür gemacht, um Menschen zu töten. Sie waren nicht dafür gemacht, Gebäude zum Einsturz zu bringen", zitiert das US-Nachrichtenportal New York Daily News den Universitätsprofessor und Terrorismusexperten Bruce Hoffman. Ein ehemaliger FBI-Bomben-Techniker sagte gegenüber dem Boston Herald, dass hinter den Bomben ohne Probleme eine einzelne Person stecken könnte.

Entgegen ersten Berichten sind doch nur zwei Sprengsätze gelegt worden. Der Gouverneur von Massachusetts, Deval Patrick, teilte am Dienstag mit, es seien keine nicht-explodierten Bomben gefunden worden. Auch weitere Drohungen seien nicht bekannt.

Schock und Mitgefühl im Internet

Nach den Bombenanschlägen beim Boston Marathon sind die Menschen weltweit erschüttert. Auf Twitter äußern sie ihre Trauer und das Entsetzen über die Tat. Doch die sozialen Netzwerke werden auch zu Hilfe genommen.

pie/dpa/AP

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