Wirbel am Hamburger Flughafen

Polizei evakuiert falsches Flugzeug

Hamburg - Eine Droh-Mail hat am Hamburger Flughafen für Unruhe gesorgt. Das Problem: Die darin genannte Maschine der Norwegian Air war vor Eingang der Nachricht bereits in der Luft.

Nach einer Droh-Mail hat die Polizei am Hamburger Flughafen ein falsches Flugzeug evakuiert. Erst später fiel auf, dass die in der Drohung eigentlich genannte Maschine bereits gestartet war, wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin mitteilte.

Der Vorfall am Hamburger Flughafen ereignete sich bereits am vergangen Sonntag. Dem Ministeriumssprecher zufolge richtete sich die Droh-Mail gegen einem bestimmten Flug einer Airline. Laut Bild-Zeitung handelte es sich dabei um den Flug D8 6501 der Norwegian Air nach Teneriffa.

Maschine mit ähnlicher Flugnummer durchsucht

Sicherheitskräfte vergewisserten sich nach Eingang der Drohung dem Sprecher zufolge, welche Flugzeuge der Gesellschaft sich auf dem Flughafen befanden. Dabei stellte sich heraus, dass nur eine Maschine der Airline auf dem Airport stand - nach Informationen der Bild-Zeitung ein Flieger nach Barcelona, dessen Flugnummer D8 5601 derjenigen des Flugs nach Teneriffa sehr ähnlich war.

Dennoch entschied sich die Polizei aus Sicherheitsgründen zur Durchsuchung der noch am Boden stehenden Maschine, wie der Ministeriumssprecher weiter mitteilte. An Bord wurde nichts Verdächtiges gefunden. Mit großer Verspätung konnte der Flieger dann starten.

Vorgehen des Sicherheitspersonals "sehr sachgerecht"

Erst "im weiteren Verlauf" wurde nach Angaben des Sprechers dann festgestellt, dass "geraume Zeit vor Eingang der Warn-Mail" eine andere Maschine der Gesellschaft mit der genannten Flugnummer den Hamburger Airport schon verlassen hatte. Auch die Durchsuchung dieses bereits gestarteten Flugzeugs an dessen Zielort verlief ergebnislos.

Nach Angaben des Innenministeriums ist es für eine "abschließende Bewertung" des Vorfalls noch zu früh. Auf den ersten Blick erscheine das Vorgehen der Sicherheitsverantwortlichen in Hamburg aber "sehr sachgerecht". Geprüft werden müsse aber, ob der Informationsfluss "noch schneller" hätte stattfinden können.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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