Bombenfund: 12.000 Göttinger evakuiert

Göttingen - Großräumige Evakuierung in Göttingen: Nachdem eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurde, mussten 12.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Eine Fliegerbombe in Göttingen ist in der Nacht zum Mittwoch entschärft worden. Die britische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Dienstag bei Baggerarbeiten entdeckt und freigelegt worden. Sie hatte zwei Zünder, von denen einer stark beschädigt war. Sprengmeistern des Kampfmittelräumdienstes Hannover gelang es, die Bombe zu entschärfen.

12.000 Menschen hatten am Abend ihre Wohnungen räumen müssen. Sie konnten ihre Ausweichquartiere, eine Schule und die Mensa des Klinikums, aber noch in der Nacht wieder verlassen. Das Stadtgebiet um die Fundstelle wurde bis zum frühen Morgen in einem Sicherheitsradius von einem Kilometer von 700 Polizisten, Feuerwehrleuten sowie Rettungs- und Sanitätsdiensten großräumig evakuiert.

Auf Anordnung der Polizei und von Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes Hannover war auch der Göttinger Bahnhof gesperrt und der Zugverkehr auf der ICE-Nord-Süd-Trasse gestoppt worden.

Nicht weit von dem jüngsten Fundort entfernt waren am 1. Juni 2010 drei Sprengmeister bei der Vorbereitung einer Bombenentschärfung getötet sowie sechs Personen durch Splitter und die Druckwelle zum Teil schwer verletzt worden.

Vor einigen Jahren war in Göttingen eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg unter einem fahrenden Bus explodiert und hatte diesen vier Meter hoch geschleudert. Dabei war eine Frau verletzt worden.

dpa

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