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Corona-Booster mit Biontech: Diese Nebenwirkungen sind am häufigsten

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Von: Bettina Menzel

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Die Booster-Impfung dient der Auffrischung des Impfschutzes.
Die Booster-Impfung dient der Auffrischung des Impfschutzes. © Christian Ohde / Imago

Schmerzen im Arm sind die häufigste Reaktion auf die Biontech-Booster-Impfung. Welche anderen Nebenwirkungen auftreten können und was die Auffrischung bringt.

Berlin - Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt die Booster-Impfung nun schon drei Monate nach der Grundimmunisierung. Die Auffrischung hilft, schwere Verläufe zu verhindern. Auch soll sie die Übertragung reduzieren, wie mehrere Studien zeigen. Die Nebenwirkungen der Booster-Impfung ähneln jenen nach der zweiten Impfung, teilt das RKI mit. Wer sich die Auffrischungsimpfung holt, muss also mit keinen großen Überraschungen rechnen.

Biontech: Das sind die häufigsten Nebenwirkungen, die nach der Booster-Impfung auftreten

Bei einer von zehn Personen treten Impfreaktionen auf. Von jenen Personen, die Nebenwirkungen verspürten, berichteten 80 Prozent von Schmerzen an der Einstichstelle. „Diese Reaktionen zeigen sich meist innerhalb von zwei Tagen nach der Impfung und halten selten länger als drei Tage an. Die meisten Reaktionen sind bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten“, so das RKI zu den häufigsten Impfreaktionen.

Keine Überraschungen bei Booster-Impfung: „Vergleichbar mit zweiter Impfung“

„Nach derzeitigem Kenntnisstand sind Häufigkeit und Art möglicher Nebenwirkungen nach der Auffrischimpfung vergleichbar mit denen nach der zweiten Impfung“, teilt das RKI zur Booster-Impfung mit. Wer also bereits zweimal geimpft ist, weiß was ihn oder sie erwartet.

Ein vielfach angeführtes Argument gegen die Corona-Impfung sind angeblich nicht erforschte Langzeitfolgen. Doch dies können Experten schnell widerlegen. Erstens gab es noch nie Impfstoffe, die so gut untersucht waren wie die Corona-Vakzine. Über acht Milliarden Dosen wurden seit Beginn der Corona-Pandemie laut Angaben der Johns Hopkins University weltweit bereits verabreicht. So lassen sich auch seltenste Nebenwirkungen erkennen.

Schwere Nebenwirkungen sind auch bei der Corona-Impfung möglich. Doch diese sind sehr selten und sie treten nicht plötzlich nach Jahren auf, sondern bereits Stunden, Tage oder spätestens Wochen nach der Impfung. „Nebenwirkungen, die unerwartet und erst lange Zeit (etwa mehrere Jahre) nach der Impfung auftreten, sind bei noch keiner Impfung beobachtet worden“, erklärt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts die Datenlage hierzu.

Auch wenn Nebenwirkungen möglich sind, ist es deutlich gefährlicher, der Krankheit ungeimpft zu begegnen. Statistisch gesehen ist das relative Risiko als Ungeimpfter auf die Intensivstation zu kommen etwa 17 bis 20 Mal so hoch als bei einem Geimpften. Ein Booster gibt noch mehr Sicherheit: Schwere Verläufe bei Menschen ab 60 Jahren waren bei Dreifach-Geimpften um den Faktor 17,9 seltener als bei Menschen mit nur zwei Impfungen. Das ergab unter anderem eine Studie von Ron Milo des Weizmann Institute of Science.

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