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Booster-Entscheidung offiziell: Stiko veröffentlicht neue Empfehlung - für alle ab 18

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Von: Jonas Raab, Martina Lippl

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Gesundheitsminister Spahn fordert Ärzte auf, bei den Booster-Impfungen aufs Gaspedal zu drücken. Nun ist eine neue Stiko-Empfehlung veröffentlicht worden.

Update vom 17. November, 11.30 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für Corona-Auffrischimpfungen für alle Menschen ab 18 Jahren aus. Das teilte das Gremium am Donnerstag in Berlin mit. Ein entsprechender Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, daher seien Änderungen noch möglich. Es handelt sich noch nicht um eine finale Stiko-Empfehlung. Während die Stiko empfiehlt, den Booster frühestens sechs Monate nach dem zweiten Pieks zu setzen, hatte sich Spahn für eine Auffrischung nach bereits fünf Monaten ausgesprochen (siehe Ursprungsmeldung).

Update vom 17. November, 13.13 Uhr: Bei den Booster-Impfungen ist es aktuell schwer den Überblick zu behalten. Wer soll jetzt und wenn ja, wann geimpft werden? Karl Lauterbach fordert jetzt eine „klare Linie beim Thema Booster-Impfungen“. Der SPD-Gesundheitsexperte schlägt eine „einfach Linie“ via Twitter vor: „Jetzt alle über 50J. Danach die Jüngeren. Abstand zur 2. Impfung mehr als 5 Monate.“ Es sei richtig, dass alle Erwachsenen eine dritte Impfung bräuchten. „Aber nicht gleichzeitig“. Eine „desolate Krisenkommunikation“ von Stiko und Gesundheitsministerium hatten zuvor Ärztevertreter scharf kritisiert. „Stiko-Bashing hilft nicht“, twittert Lauterbach.

Booster-Hammer: Spahn kippt 6-Monats-Regelung - Stiko-Chef empfiehlt es bei Lanz überraschend allen ab 18

Update vom 17. November, 8.32 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) will Booster-Impfungen ab 18 Jahren empfehlen. Das kündigte Stiko-Chef Thomas Mertens im ZDF in der TV-Talkshow Markus Lanz an. Die Stiko will an diesem Mittwoch beraten. „Und das wird nicht lange dauern, und dann wird die jetzt von Ihnen reklamierte Empfehlung auch kommen“, sagte Mertens zu Moderator Lanz. Diese Empfehlung weicht deutlich von der bisherigen Stiko-Empfehlung ab. Bisher wird der Booster für eine bestimmte Personengruppe empfohlen, wie Menschen über 70 Jahre, Bewohner von Pflegeeinrichtungen und medizinisches Personal. Eine Änderung nach dem Motto „Booster für alle“ war von Stiko-Chef Mertens vergangene Woche auf einer Pressekonferenz in Berlin angekündigt worden.

Booster-Knall: Spahn kippt 6-Monats-Regelung - „zeitnah allen ein Angebot machen“

Erstmeldung vom 16. November: Berlin - Die Booster-Kampagne läuft. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus nun weiter beschleunigen – und relativiert deshalb die sechsmonatige Frist zwischen dem zweiten und dritten Pieks.

Spahn und der Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, adressieren in einem gemeinsamen Schreiben, das dem Tagesspiegel vorliegt, alle Vertragsärzte in Deutschland. Darin empfehlen sie den Medizinern, allen Personen ab 18 Jahren schon vor Ablauf der sechsmonatigen Impfpause eine Auffrischung zu geben.

Booster-Impfung: Spahn relativiert vorgesehenen Abstand zur Zweitimpfung

„Der gemäß Zulassung vorgesehene Abstand von sechs Monaten zur vollständigen Immunisierung bei Personen ab 18 Jahren ist als zeitliche Richtschnur zu verstehen, der natürlich nicht tagesgenau einzuhalten ist“, zitiert der Tagesspiegel aus dem Schreiben des Gesundheitsministers.

Weiter heißt es: „Sie können daher jede Patientin und jeden Patienten ab 18 Jahren, auch wenn sie nicht zu den Risikogruppen gemäß der aktuellen STIKO-Empfehlung wie ältere Personen, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie medizinisches und pflegerisches Personal gehören, zeitnah und auch vor Ablauf der sechs Monate im eigenen Ermessen impfen.“

Corona: „Ausreichend Impfstoff“ steht für Booster zur Verfügung - Spahn macht Druck

Wegen vieler Impfdurchbrüche war zuletzt der Druck gewachsen, trotz der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission schon deutlich vor Ablauf von sechs Monaten grünes Licht für Boosterimpfungen zu geben. Auch in Großbritannien setzt Premierminister Boris Johnson alle Hoffnungen auf Drittimpfungen.

„Die jeweilige Impfentscheidung ist von der Zulassung gedeckt, haftungsrechtlich abgesichert und der entsprechende Anspruch in der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes begründet“, erklären Jens Spahn und Gassen in ihrem Schreiben an die Ärzte. Das Bundesministerium habe dafür Sorge getragen, dass ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, um allen ein Impfangebot machen zu können, die sich eine Auffrischimpfung entsprechend dieser Leitlinie wünschen. „Lassen Sie uns gemeinsam die Impfbarriere gegen das Virus verstärken.“ (jo/dpa)

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