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Schon wieder kam es zu einem tödlichen Unfall eines mit Flüchtlingen besetzten Bootes.

Boot mit Flüchtlingen im Mittelmeer gekentert

Rom/Athen - Tausende Flüchtlinge versuchen derzeit die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer. Beim Untergang eines Flüchtlingsboots sind vor der libyschen Küste jetzt mindestens neun Menschen ertrunken.

Das Boot sei 80 Seemeilen vor der libyschen Küste gekentert, erklärte die italienische Küstenwache am Montag. 144 Flüchtlinge von dem Boot seien gerettet und nach Italien gebracht worden.

Insgesamt seien am Montag mehr als 1300 Migranten aufgegriffen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Küstenwache. Seit Freitag hätten damit rund 7000 Flüchtlinge gerettet werden müssen.

Weil sich das Wetter gebessert hat, kommen derzeit Tausende Flüchtlinge in Italien an, wo die Auffangstationen an ihren Grenzen sind.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) sprach von 2800 Geretteten allein am Wochenende. Damit sei die Zahl der Flüchtlinge, die seit Beginn des Jahres in Italien angekommen seien, auf 15 000 gestiegen.

Nach IOM-Angaben waren die meisten Flüchtlinge vom Wochenende in Libyen gestartet. Sie stammten aus Syrien und Afrika südlich der Sahara, darunter Eritrea, Somalia und Äthiopien. Rom pocht seit Jahren auf mehr Hilfe aus Europa, um die Flüchtlingskrise in den Griff zu bekommen.

Auch die Zahl der Opfer ist gestiegen. Laut UN-Flüchtlingswerk UNHCR kamen bei der Überfahrt übers Mittelmeer seit Jahresbeginn schon mehr als 500 Menschen ums Leben. Das seien 30 Mal so viele wie im gleichen Zeitraum letzten Jahres.

In Griechenland kamen in den letzten Tagen ebenfalls Hunderte Migranten an. Die griechische Küstenwache griff innerhalb von zwei Tagen mehr als 500 Migranten vor und auf den Inseln in der Ägäis auf. Internationale Schleuserbanden hätten sie dort an Land gelassen, teilte die Küstenwache mit.

dpa

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