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Johnsons wilder Corona-Kurs: Baldiger Freedom Day - und selbst Quarantäne für Infizierte soll wegfallen

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Von: Franziska Schwarz

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Großbritanniens Premier Boris Johnson mit  einer Mappe unter dem Arm im November 2020 in der Downing Street, hinter ihm Martin Reynolds.
Großbritanniens Premier Boris Johnson (Archivbild) will angeblich die Regeln zur Corona-Selbstisolation umschmeißen. © Justin Tallis/AFP

Dass die Selbstisolation für Infizierte kürzer wird, ist bereits offiziell. Es soll aber sogar ein zweiter „Freedom Day“ in England angedacht sein - noch diesen Monat.

London - In Großbritannien sollen sich Corona-Infizierte künftig nicht mehr selbst isolieren müssen. Das berichtet die britische Zeitung The Telegraph. Die Regierung von Premier Boris Johnson reagiere damit auf sinkende Ansteckungszahlen.

Offiziell soll für Betroffene die dringende Empfehlung, soziale Kontakte möglichst zu meiden, weiter gelten. Bei Nichtbefolgung sollen aber keine Bußgelder oder rechtliche Schritte mehr drohen, heißt es in dem Bericht.

Wie ist der Zeitrahmen für diese Pläne? Der Telegraph schreibt von einer „Erarbeitung in den kommenden Wochen“ und einer Umsetzung womöglich schon im Frühjahr.

Corona in GB: Zweiter „Freedom Day“ in UK schon am 26. Januar?

Johnson - geplagt von „Partygate“ - plane eine ganze Reihe an „populistischen Ankündigungen“, heißt es in der jüngsten Ausgabe der britischen Sonntagszeitung Sunday Times. Dazu solle auch zählen, die verbliebenen Corona-Beschränkungen am 26. Januar aufzuheben, landläufig „Freedom Day“ genannt. In Großbritannien liefen bereits am 19. Juli 2021 fast alle Corona-Vorschriften aus, bevor die Regeln wegen Omikron wieder verschärft wurden.

Vergangene Woche verkündete der britische Gesundheitsminister Sajid Javid bereits eine verkürzte Quarantäne für Infizierte: Sie gelte künftig nur noch fünf Tage lang nach ihrem positiven Test. Nach zwei aufeinanderfolgenden negativen Tests könnten die Bürgerinnen und Bürger dann an Tag 6 die Quarantäne verlassen.

England: Kürzere Quarantäne mit PCR- oder Schnelltest beenden?

Zwei Drittel der Infizierten seien am Ende des fünften Tages nicht mehr ansteckend, erläuterte Javid. Er ließ aber offen, ob PCR- oder Schnelltests verwendet werden müssen. Die hochansteckende Omikron-Variante sorgt in Großbritannien für massive Personalausfälle in vielen systemrelevanten Branchen wie Schulen oder Krankenhäusern.

Mit der verkürzten Quarantäne soll dies abgefedert werden. Javids Ankündigung galt allerdings nur für England. Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über ihre Corona-Politik und sind häufig strenger.

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