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Der 26-jährige Tamerlan Zarnajew ist bei der Polizeijagd ums Leben gekommen.

Motivsuche nach Bomben-Drama

So beschreibt ein Nachbar den Boston-Täter

Boston - Das Rätseln um das genaue Motiv der mutmaßlichen Bombenleger beim Boston Marathon geht weiter. Ein Nachbar hat nun geschildert, wie er den 19-jährigen Verdächtigen erlebt hat.

Der ältere der beiden mutmaßlichen Bombenleger von Boston soll nach Angaben eines Nachbarn in Religionsfragen besonders leidenschaftlich diskutiert haben. Zudem habe er die Kriege der USA kritisiert, sagte der Deutsche Albrecht Ammon dem Magazin „Stern“.

"Nicht aggressiv - aber stur"

„Wir trafen uns in einer Pizzeria“, schilderte der 18-Jährige ein Zusammentreffen mit Tamerlan Zarnajew. „Er hielt mir einen Vortrag über die Kolonialmacht USA, dass sie Unschuldige im Irak und Afghanistan umbringen. Dann hielt er mir noch einen Vortrag über den Koran und die Bibel. Als ich anderer Meinung war, reagierte er sehr leidenschaftlich, nicht aggressiv. Aber stur.“

Auch über islamistische Selbstmordattentäter hätten die Nachbarn geredet, schreibt das Magazin. Der Islam habe nichts mit Terrorismus am Hut, soll Zarnajew gesagt haben.

Bomben-Anschlag beim Boston Marathon

Bomben-Anschlag beim Boston Marathon

Bei dem Bombenanschlag während des Boston-Marathons waren drei Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden. Der 26-jährige Tamerlan Zarnajew wurde bei der anschließenden Polizeijagd getötet, sein 19-jähriger Bruder Dschochar schwer verletzt festgenommen. Nach Angaben der US-Ermittler gab er in ersten Vernehmungen an, die Kriege der USA in Afghanistan und im Irak seien ein Motiv für den Terroranschlag gewesen. Der Ältere habe sich vom Heiligen Krieg motivieren lassen und den Islam retten wollen.

dpa

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