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Schwarzer, dichter Rauch quoll am Freitag aus Fenstern des Pariser Gebäudes von Radio France.

Feuer unter Kontrolle

Großbrand in Gebäude von Radio France

Paris - Ein Feuer im Gebäude von Radio France hat in Paris einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Schwarzer, dichter Rauch quoll am Freitag aus Fenstern des Gebäudes.

Aus dem Gebäude im 16. Arrondissement am Seine-Ufer stiegen große schwarze Rauchsäulen auf. Ein Journalist des Fernsehsenders France 3 berichtete, dass es zuvor mehrere Explosionen gegeben habe. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit mindestens 16 Einsatzfahrzeugen vor Ort.

Um 14.30 Uhr gab ein Feuerwehr-Sprecher dann Entwarnung: "Der Brand ist unter Kontrolle, das Feuer ist gelöscht." Das Feuer habe sich auch nicht auf die gesamte achte Etage ausgebreitet. Die Ursache blieb zunächst unklar. Der französische Präsidenten sagte, er rechne damit, dass das Feuer im Laufe des Tages komplett gelöscht werden könne, so François Hollande am Freitag. Die Schäden an dem spektakulären Gebäude scheinen jedoch beträchtlich zu sein.

Betroffen waren drei obere Etagen im "Maison de la Radio", in denen derzeit Bauarbeiten stattfinden, teilten die Feuerwehr und ein Vertreter der Gebäudesicherheit mit. Baumaterialien zum Löten sowie zur Isolierung und zum Abstützen seien offensichtlich in Flammen aufgegangen, "daher der intensive und dichte Rauch", sagte ein Feuerwehrsprecher. Die öffentlich-rechtlichen Sender France Info und France Inter mussten ihre Sendungen unterbrechen, wie es bei France Info hieß. Hunderte Mitarbeiter mussten das Haus verlassen. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei zunächst niemand.

Zwar hätten seine Kollegen den Rauch nicht riechen können, aber sie hätten ihn aus den Fenstern quellen sehen, berichtete Benjamin Illy, Journalist beim Sender France Info. Panik unter den Kollegen habe es nicht gegeben. Mehrere Journalisten von Sendern von Radio France hatten beklagt, dass kein Feueralarm ausgelöst worden sei. Nach Angaben der Feuerwehr sei das "normal", da sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand in der achten Etage befand.

In dem rund 50 Jahre alten Gebäude am Ufer der Seine im Westen der Stadt finden seit 2009 umfangreiche Renovierungsarbeiten statt, die noch bis 2016 andauern sollen. Kostenpunkt: 350 Millionen Euro. Ein großes Fest mit Konzerten zur Einweihung des neuen Auditoriums mit 1460 Plätzen für Zuhörer war für das Wochenende vom 14. bis 16. November angekündigt.

afp/dpa

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