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Bei der Brandkatastrophe am Montag in Nairobi sind viele Menschen gestorben und verletzt worden - die genaue Opferzahl ist aber noch unklar.

Brandkatastrophe in Kenia: Opferzahl noch immer unklar

Addis Abeba/Nairobi - Am Montag schockte eine Brandkatastrophe in einem Slum die kenianische Hauptstadt Nairobi. Am Tag danach können die Behörden noch immer keine gesicherten Angaben über die Zahl der Opfer machen.

Kenianische Medien berichteten am Dienstag von 75 bis 120 Toten. Wegen des Ausmaßes des Feuers gestalteten sich die Bergungsarbeiten schwierig. Ministerpräsident Raila Odinga sicherte den Überlebenden, die in den Flammen alles verloren hatten, Entschädigungszahlungen zu.

Er bezeichnete das Unglück als “schockierend“ und bestätigte dem Sender BBC, dass das Flammeninferno durch ein Pipeline-Leck auf dem Gelände der Kenya Pipeline Company (KPC) ausgelöst wurde. Der Kraftstoff war dann in den Abflusskanal des Slums geflossen. Anwohner hatten versucht, Benzin für den Eigengebrauch abzuschöpfen, als Feuerbälle in den Himmel schossen.

Viele Tote und Verletzte bei Brand an Pipeline in Kenia

Viele Tote und Verletzte bei Brand an Pipeline in Kenia

“Es gab solche Unfälle in der Vergangenheit, aber die Leute wollen einfach nicht lernen“, erklärte Odinga. “Wir haben ihnen gesagt, dass sie sich bei solchen Unfällen nicht dem Treibstoff nähern sollen.“

Es wurde auch immer mehr Kritik an der Betreiberfirma Pipeline laut. Medienangaben zufolge waren die Rohre veraltet, marode und verrostet. “KPC hat den Rat von Experten ignoriert, die das Unternehmen aufgefordert hatten, die Killer-Pipeline zu ersetzen“, schrieb die Zeitung “The Standard“.

dpa

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