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Die Chefin der Intensivstation soll zahlreiche schwerkranke Patienten getötet haben.

Patienten den Sauerstoff abgedreht

Tötete diese Ärztin über 300 Schwerkranke?

Curitiba - Eine brasilianische Ärztin soll für den Tod zahlreicher Patienten verantwortlich sein. 20 Tötungen werden ihr zur Last gelegt, weitere 300 überprüft.

Die ehemalige Chefin der Intensivstation einer Klinik in der südbrasilianischen Stadt Curitiba soll laut Anklage den Tod von mindestens 20 Patienten verursacht haben. Außerdem werde untersucht, ob die Frau möglicherweise an 300 weiteren Todesfällen beteiligt gewesen sein könnte, sagte der vom Gesundheitsministerium eingesetzte Prüfer Mário Lobato dem Fernsehsender O Globo TV.

Die Staatsanwaltschaft vermutet dem Bericht zufolge, dass die 56-Jährige zusammen mit sieben weiteren Angeklagten bei den Schwerkranken die Sauerstoffzufuhr auf ein Minimum drosselte. Zudem soll den Patienten ein Medikament zur Muskelentspannung verabreicht worden sein, das die Atmung erschwert. Die Kombination beider Maßnahmen habe den Tod der Patienten verursacht.

Bereits im Februar verhaftet - und wieder freigelassen

Der Verteidiger der Ärztin, Elias Mattar Assad, erklärte dem Sender O Globo TV, er werde beweisen, dass alle Behandlungsmaßnahmen medizinisch begründet waren.

Die Ärztin war im Februar verhaftet worden, nach einem Monat wurde sie wieder freigelassen, wie Medien berichteten. Inzwischen beantragte die Staatsanwaltschaft erneut ihre Festnahme, wie die Zeitung „Folha de São Paulo“ meldete. Der Richter sollte demnach nach Ostern über den Antrag entscheiden.

dpa

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