+
Mit einem Hungerstreik droht der norwegische Attentäter Breivik.

Norwegischer Attentäter

Breivik droht mit Hungerstreik

Oslo - Weil er bessere Haftbedingungen durchsetzen will, hat der Attentäter Anders Behring Breivik mit einem Hungerstreik gedroht. Er fordert auch eine Erhöhung seines Taschengeldes.

Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik hat mit einem Hungerstreik gedroht, um bessere Haftbedingungen durchzusetzen. In einem Schreiben vergleicht der Rechtsextremist seine Haftbedingungen mit "Folter".

Breivik fordert unter anderem, dass seine Playstation 2 durch eine modernere Playstation 3 ersetzt wird. Mit der neuen Spielkonsole will er "Spiele für Erwachsene" spielen, "die ich mir selbst aussuchen kann". Statt einer Schreibmaschine will er künftig zudem einen PC nutzen können.

Als Grund für die Forderungen führt Breivik an, dass er seit 2011 in Einzelhaft sitzt. Darum brauche er ein besseres "Beschäftigungsangebot" als andere Häftlinge, schreibt er in dem Brief, der mit einer Schreibmaschine geschrieben und auf den 29. Januar datiert ist.

Vierseitiger Forderungskatalog

In einem beigelegten vierseitigen Forderungskatalog, den Breivik nach eigenen Angaben schon im November an die Strafvollzugsbehörden geschickt hat, verlangt er unter anderem, dass das übliche Taschengeld von wöchentlich 300 Kronen (36 Euro) für ihn verdoppelt wird - damit er die Portokosten für seinen Briefverkehr zahlen kann. Außerdem verlangt er ein Ende der fast täglichen Leibesvisitationen.

Falls seine Forderungen nicht erfüllt werden sollten, sei ein Hungerstreik eine der wenigen Alternativen, schreibt Breivik. Über den Beginn der Protestaktion werde er "bald" informieren.

Er werde erst wieder Nahrung zu sich nehmen, wenn Justizminister Anders Anundsen und die Chefin der norwegischen Strafvollzugsbehörden, Marianne Vollan, aufhörten, "mich schlechter als ein Tier zu behandeln".

Breivik hatte im Juli 2011 zunächst im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt Oslo mit einer Autobombe acht Menschen getötet und danach in einem Jugendlager der Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 Menschen erschossen. Am 24. August 2012 stufte ihn ein Gericht in Oslo als schuldfähig ein und verhängte die Höchststrafe von 21 Jahren Haft mit möglicher Verlängerung.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

10.200 Kilometer: Sommerferien beginnen mit Staurekord
Geduldprobe zu Urlaubsbeginn: Statt rasch zum Ferienziel zu gelangen stehen viele genervte Autofahrer stundenlang auf den Autobahnen. Der ADAC hat drei Erklärungen dafür.
10.200 Kilometer: Sommerferien beginnen mit Staurekord
Thüringen: Widerliche Attacke auf die Autos eines Paares
Bizarrer Vorfall im thüringischen Kölleda, wie man ihn wohl nur seinen ärgsten Feinden wünscht: Zwei Autos wurden mit menschlichen Fäkalien überschüttet.
Thüringen: Widerliche Attacke auf die Autos eines Paares
Der Sommer kehrt zurück nach Deutschland
Offenbach (dpa) - Nach dem kühlen Wochenende können sich die Menschen in Deutschland wieder auf wärmere Temperaturen einstellen. Das Hochdruckgebiet Daryl nähere sich …
Der Sommer kehrt zurück nach Deutschland
Kein Amalgam mehr für Kinder und Schwangere in der EU
Amalgam gilt Zahnärzten als langlebiger und günstiger Füllstoff, der umfangreich getestet ist. Doch das enthaltene giftige Quecksilber sorgt immer wieder für Debatten. …
Kein Amalgam mehr für Kinder und Schwangere in der EU

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.