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Beide Tunnelröhren wurden gesperrt, alle Zugverbindungen gestrichen. Foto: Andy Rain

Brennender Lastwagen stoppt Züge unter dem Ärmelkanal

London (dpa) - Im Bahntunnel unter dem Ärmelkanal hat ein brennender Lastwagen den gesamten Zugverkehr zum Erliegen gebracht. Nachdem CO2-Detektoren Rauch festgestellt hätten, seien alle Züge in ihre Heimatbahnhöfe zurückbeordert worden, teilte die Zug-Betreibergesellschaft Eurostar mit.

Vermutlich werde es am Samstag keinen Reiseverkehr mehr geben, die Reisenden sollten umplanen. In London, Paris und Brüssel warteten mehrere Hundert Reisende vergebens auf ihre Züge. Betroffene berichteten in britischen Medien, wie sie aus den Zügen geholt und mit Gasmasken ausgestattet wurden. "Wir wurden in einen Betonbunker gebracht", sagte ein Passagier.

Die Betreiber der ebenfalls durch die beiden Röhren verkehrenden Auto-Shuttle-Züge erklärten, möglicherweise könne der Verkehr dieser Autozüge noch am Samstagabend wieder aufgenommen werden.

"Ein Feuer auf einem Lastwagen hat zur Schließung beider Tunnelröhren geführt", sagte ein Sprecher der Polizei in der britischen Grafschaft Kent. Es gebe keine Berichte über Verletzte. Der Vorfall habe sich am Südostende des Tunnels nahe der französischen Küste ereignet. Passagiere müssten sich auf lange Wartezeiten einstellen, weil vor der Wiederinbetriebnahme das defekte Fahrzeug beseitigt und der Rauch aus dem Tunnel geleitet werden müsse.

Der Eurotunnel unter dem Ärmelkanal besteht aus zwei Röhren. In einer verkehren die Eurostar-Passagierzüge sowie die Shuttle-Züge mit Autos an Bord in Richtung Norden, in der anderen in der Gegenrichtung. Für Lastwagen gibt es bei der 50 Kilometer langen Verbindung, die auf 38 Kilometern Länge unter dem Meeresboden verläuft, eigene Fracht-Züge. 

Mitteilung Eurostar via Twitter

Mitteilung Eurostar

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