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Eine Mitarbeiterin des Missenden Abbey Conference Centres hält den lange verschollenen Brief in der Hand

Lange unterwegs

Dieser Brief brauchte 62 Jahre bis ans Ziel

Flensburg - Vor 62 Jahren hat ein Mitarbeiter einer Hochschule in Flensburg einen Brief in den Postkasten geschmissen. Doch erst jetzt kam er bei der Empfängeradresse in Großbritannien an.

Post aus der Vergangenheit: 62 Jahre nach seinem Einwurf in Flensburg ist ein Brief wohlbehalten bei seiner Empfängeradresse in Großbritannien eingetroffen. Das Schreiben hatte ein gewisser D.W. Prengel von der damaligen Pädagogischen Hochschule in Flensburg-Mürwik 1951 aufgegeben. Der Brief war adressiert an James Dunnill, den Vorsteher des damaligen Zentrums für Erwachsenenbildung und heutigen Konferenzzentrums Missenden Abbey in der englischen Grafschaft Buckinghamshire. Das Konferenzzentrum will nun versuchen, sowohl den Absender als auch den Empfänger ausfindig zu machen, wie eine Sprecherin sagte.

Der Brief

Nach Angaben der Universität Flensburg, die aus der Pädagogischen Hochschule hervorgegangen ist, handelt es sich bei dem Absender um einen früheren Dozenten der Hochschule. Dieser unterrichtete demnach zwischen 1950 und 1975 Englisch und Methodik des Englisch-Unterrichts. Um 1975 habe er die Hochschule verlassen, vermutlich sei er in den Ruhestand gegangen, sagte Uni-Sprecherin Kathrin Fischer. Eine Akte zu ihm existiere aber nicht. Nach Recherchen der Deutschen Presse-Agentur kam der Dozent aus Breslau (heute Wroclaw in Polen) und legte 1935 die Prüfung für das Höhere Lehramt in den Hauptfächern Deutsch und Englisch ab.

Die Einrichtung in Flensburg-Mürwik war die erste Pädagogische Hochschule Schleswig-Holsteins und wurde 1946 von der britischen Militärregierung errichtet. In den ersten Jahren war sie im Gebäude der Marineschule Mürwik untergebracht. Aus dieser Zeit stammt auch der nun zugestellte Brief.

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dpa

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