Twitter-User Frank (@wattage_rating) veröffentlichte den Brief am 3. April.

"Alle Geschäftstätigkeiten eingestellt"

Nach Goldhasen-Scherz: Briefgold vor dem Ende?

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Berlin - Ein Witzbold brachte die Firma Briefgold kürzlich mit scherzhaften Einsendungen auf die Palme und provozierte ein erbostes Schreiben, das wenig später im Internet kursierte. Doch steht das Pfandhaus nun sogar vor dem Ende?

"Machen Sie Ihr Gold zu Geld": Das ist der Werbeslogan von Briefgold.de, einer Art Versand-Pfandhaus im Internet. Kunden können Ringe, Ketten, sogar Zähne oder andere Gegenstände aus Gold per Post an das Unternehmen schicken und erhalten den von Briefgold.de angesetzten Gegenwert in Bar zurück.

Gold ist Gold, dachte sich ein zu Scherzen aufgelegter Kunde und schickte seine ganz eigenen Wertgegenstände an die Firma. Sowohl seine Bond-DVD "Goldeneye", ein Foto seines Goldhamsters als auch seine Goldhasen-Familie, eine Sammlung von in goldener Folie verpackten Schokoladen-Osterhasen der Firma Lindt, wollte der Kunde zu Geld machen. Das ging der Firma dann offenbar doch zu weit. Was folgte, war eine gepfefferte Antwort an den Spaßvogel.

Briefgold vor dem Ende?

Auf der Startseite von Briefgold.de erscheint diese Ankündigung.

Das Schreiben sorgte in der vergangenen Woche für Spott und Häme im Internet. Doch damit nicht genug, offenbar geht es hinter den Kulissen von Briefgold gerade heiß her. Auf der Internetseite des Unternehmens ist nur noch folgender Hinweis zu lesen: "Briefgold kann derzeit keine neuen Kunden in Deutschland annehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis." Auf unsere Anfrage an die dort angegebene E-Mail-Adresse der Kundenbetreuung "hilfe@briefgold.de" folgte diese automatische Antwort: "Diese Email Adresse existiert nicht mehr. Das Unternehmen hat alle Geschäftstätigkeiten eingestellt."

Bedeutet das tatsächlich das Ende von Briefgold? Gibt es eine Verbindung mit dem Antwortschreiben oder handelt es sich bei dem zeitlichen Zusammenhang um einen Zufall? Im Netz wird sogar spekuliert, die ganze Aktion sei eine ausgefuchste Werbeaktion - womöglich vom Schoko-Hersteller selbst.

Bekannt wurde der Vorfall, als das Schreiben von Briefgold.de auf Twitter veröffentlicht wurde und im Internet die Runde macht. Die von ihm "erhoffte Vergütung in Höhe von 5.000 Euro" könne für die folierte Vollmilchschokolade der Firma Lindt nicht erfolgen, heißt es in dem Brief. Um dem Kunden das Konzept von Briefgold begreiflich zu machen, wird darin sogar die Definition von Gold zitiert. Zum Schluss folgt die Aufforderung, künftig ausschließlich Gegenstände einzuschicken, die auch wirklich dieser Definition entsprechen. Derzeit sind aber offensichtlich auch keine ernst gemeinten Einsendungen mehr erwünscht.

vh

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