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In britischen Laboren dürfen künftig Embryos mit dem Erbgut dreier Menschen erzeugt werden. Foto: Waltraud Grubitzsch/Illustration

Gegen Erbkrankheiten

Großbritannien erlaubt Embryos mit Erbgut dreier Menschen

London (dpa) - In britischen Laboren dürfen künftig Embryos mit dem Erbgut dreier Menschen erzeugt werden. Das teilte die Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA) am Donnerstag mit.

Die Methode soll Frauen eine Schwangerschaft ermöglichen, ohne dass sie bestimmte Erbkrankheiten an ihre Kinder weitergeben. Dabei geht es um Erkrankungen, die mit den Mitochondrien vererbt werden. Das sind die sogenannten Kraftwerke der Zelle, sie haben eine eigene DNA.

Großbritannien ist damit das erste Land weltweit, das solche Behandlungsmethoden ausdrücklich erlaubt. Das Parlament hatte bereits im vergangenen Jahr den Weg dafür frei gemacht. Die Experten der HFEA hatten aber das letzte Wort in der Sache.

Eine Expertenkommission hatte der Behörde empfohlen, den "vorsichtigen Einsatz" zweier Methoden bei "besonderen Umständen" zu erlauben. Es geht um den so genannten Maternal Spindle Transfer (MST) und den Pronuclear Transfer (PNT). Bei beiden Verfahren geht es darum, Mitochondrien der Mutter durch Mitochondrien einer Spenderin zu ersetzen.

Beide Methoden bergen auch Risiken. Deshalb sind sie nicht unumstritten. Zuletzt war in Mexiko die Geburt eines Kindes mit dem Erbgut von drei Menschen im April gemeldet worden. Die mexikanischen Gesetze erlauben die Verfahren zwar nicht ausdrücklich, verbieten sie aber auch nicht.

Pressemitteilung zur Empfehlung der HFEA-Expertenkommission - Englisch

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