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Der Vorfall ereignete sich im historischen Zentrumn der Insel. 

Britinnen auf Sansibar mit Säure verätzt

Sansibar - Zwei junge Männer haben auf der Insel Sansibar vor der Ostküste Afrikas von einem Moped aus Säure auf zwei 18-jährige Britinnen geschleudert. Hatten sie religiöse Motive?

Nach Angaben der Polizei wurden die beiden Frauen am Mittwochabend während der Feiern zum Ende des Fastenmonats Ramadan im historischen Zentrum der Insel angegriffen. Sie erlitten Verletzungen im Gesicht, im Brustbereich und an den Händen und wurden in ein Krankenhaus der tansanischen Metropole Daressalam gebracht. Laut einem Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums von Sansibar wurden die Verletzungen nicht als lebensbedrohlich eingeschätzt.

Die Polizei leitete eine Fahndung nach den beiden Angreifern ein und rief die Bevölkerung zur Mithilfe bei deren Identifizierung auf. Die beiden jungen Frauen arbeiteten demnach als freiwillige Helferinnen in einer örtlichen Schule. Die Polizei bat die Bevölkerung um Mithilfe bei der Fahndung nach den beiden unbekannten Angreifern.

Es war der erste Angriff dieser Art auf Ausländer in dem 1,2 Millionen Einwohner zählenden Archipel, zu dem neben Sansibar auch die Insel Pemba zählt. Allerdings wurden in den vergangenen Monaten immer wieder Angriffe auf Einheimische gemeldet - meist mit religiösem Hintergrund.

Ebenso wie in Tansania lebten Christen und Muslime bislang auch in Sansibar weitgehend friedlich nebeneinander. Doch auch auf dem tansanischen Festland wachsen die Spannungen zwischen den Religionen, die jeweils rund 35 Prozent der Bevölkerung stellen.

Sansibars Behörden, allen voran der Fremdenverkehrsverband, reagierten besorgt auf die Säureattacke auf die beiden 18-jährigen Britinnen. Der Vorfall "könnte den Tourismus bedrohen", warnte Verbandschef Abdul Samad am Donnerstag. Das Geschäft mit ausländischen Urlaubern bringt den Inseln den Hauptteil ihrer Deviseneinkünfte.

AFP

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