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Britische Regierung überprüft Ausländerpolitik

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- London - Angesichts wachsender Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen in Großbritannien hat die Regierung in London eine Überprüfung der Ausländerpolitik angekündigt. «Wir brauchen eine ehrliche Debatte über Zuwanderung und über unser multikulturelles Konzept.» Das sagte die zuständige Kabinettsministerin Ruth Kelly am Donnerstag. Es gehe um Integration und Zusammenhalt sowie darum, «Extremismus in jeder Form zu bekämpfen».

Kelly berief am Donnerstag eine Kommission zur Ausländerpolitik, deren Einsetzung Premierminister Tony Blair bereits im Sommer 2005 nach den verheerenden Terroranschlägen in London angekündigt hatte. Die Debatte über Integration und Zuwanderung hatte durch die vor kurzem aufgedeckten mutmaßlichen Attentatspläne neue Nahrung erhalten.

Die britische Öffentlichkeit sucht nach Erklärungen dafür, wie junge Muslime, die in Großbritannien aufgewachsen sind, zu Selbstmordattentätern und Unterstützern des Terrorismus werden konnten. Nach Ansicht von Kritikern hat die seit 40 Jahren herrschende Integrationspolitik zur Entstehung von parallelen Lebenswelten geführt. «Hier mischt sich gar nichts mehr», sagte die Ministerin.

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