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Veteranen des Zweiten Weltkriegs feierten den D-Day. Bernard Jordan wollte dabei sein und flüchtete aus dem Altenheim.

Er wollte mitfeiern

Britischer D-Day-Veteran schleicht sich aus Heim

London - Ein britischer D-Day-Veteran, der sich heimlich aus seinem Altersheim davonmachte, um an den Gedenkfeiern in der Normandie teilzunehmen, wird in seiner Heimstadt als Held gefeiert.

Weil die Heimleitung seine Reise-Organisation nicht auf die Reihe bekommen hatte, ist ein britischer Kriegsveteran getürmt und hat sich allein auf den Weg gemacht, um an den Feierlichkeiten zur Alliierten-Landung 1944 in der Normandie teilzunehmen. Der 89-jährige Bernard Jordan, ein ehemaliger Bürgermeister des südenglischen Küstenstädtchens Hove, stieg in einen Reisebus, seine Kriegsehrungen am Jackett versteckte er unterm Regenmantel.

Auf der Fähre traf Jordan auf alte Kameraden, die ihn unter ihre Fittiche nahmen. Er ahnte nicht, dass ihn die Polizei zu Hause nach einer Vermisstenmeldung suchte. Jordan hatte nicht einmal seiner eigenen Frau, ebenfalls Bewohnerin des Heims, von seinem Plan erzählt: „Ich hätte nie gedacht, dass ich so einen Wirbel auslösen würde.“

Heute gab es dann Entwarnung: Das Pflegeheim in Hove bestätigte, dass Jordan wieder wohlbehalten zurück in Südengland sei. Er ruhe sich nun von seiner großen Fahrt aus, sagte Heimmanagerin Debbie McDonald.

Jordan gab an, er fürchte jetzt, die Konsequenzen zu spüren bekommen. Seine Stimmung trübte das aber nicht: "Es war großartig. Ich bin sehr froh, es gemacht zu haben." Wenn er nächstes Jahr noch lebe, werde er wieder in die Normandie reisen, sagte er nun nach seiner Rückkehr. Die Fährgesellschaft hat Jordan freie Überfahrt bis an sein Lebensende garantiert.

dpa/afp

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