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Schwer bewaffnete Aufständische haben im Süden Afghanistans einen britischen Luftwaffenstützpunkt angegriffen und zwei US-Marineinfanteristen getötet. Dort ist auch Prinz Harry stationiert (Archivbild).

Blutige Attacke in Afghanistan

Stützpunkt von Prinz Harry angegriffen - Tote

Washington - Schwer bewaffnete Aufständische haben im Süden Afghanistans einen britischen Luftwaffenstützpunkt angegriffen und zwei US-Marineinfanteristen getötet. Dort ist auch Prinz Harry stationiert.

Die Taliban haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf einen islamfeindlichen Film einen britischen Luftwaffenstützpunkt im Süden Afghanistans angegriffen, auf dem auch Prinz Harry stationiert ist. Bei dem Überfall in der Nacht zum Samstag auf Camp Bastion in der Provinz Helmand wurden zwei US-Soldaten getötet. Ein Talibansprecher sagte, der Angriff sei eine Reaktion auf den islamfeindlichen Film gewesen, der den Propheten Mohammed verunglimpfe. Tausende weitere Selbstmordattentäter stünden bereit, um ihr Leben für den Propheten zu geben, warnte der Sprecher. Wegen des Films kam es am Freitag auch zu massiven Proteste in mehreren islamischen Ländern.

Die Angreifer seien mit Handfeuerwaffen, Mörsern und Raketen gekommen und hätten zahlreiche Gebäude und Flugzeuge beschädigt, teilte die NATO-Truppe ISAF mit. Einem Sprecher zufolge wurden 16 Taliban-Rebellen getötet. Prinz Harry, der am (heutigen) Samstag seinen 28. Geburtstag feierte, blieb den Angaben zufolge unverletzt. Er hält sich derzeit zu einer viermonatigen Mission in Afghanistan auf. Ab kommender Woche soll er Einsätze mit Kampfhubschraubern fliegen. „Wir haben das Lager angegriffen, weil sich dort auch Prinz Harry aufhielt“, sagte der Talibansprecher am Telefon.

In Afghanistan fielen die Proteste gegen den Film am Freitag und Samstag gering aus. Einige hundert Menschen demonstrierten in Dschalalabad im Osten des Landes. Die Behörden sperrten den Zugriff auf das Videoportal Youtube, um eine Verbreitung des Schmähvideos in Afghanistan zu verhindern.

dapd

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