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Die Maschine musste notlanden

Notlandung einer Air Dolomiti am Flughafen München

München - Eine Flugreise nach Venedig hat für 62 Menschen eine dramatische Wende genommen: Kurz nach dem Start entwickelte sich Rauch im Flugzeug und die Maschine musste in München notlanden.

Auf dem Weg nach Italien ist ein Flugzeug mit 62 Menschen an Bord am Donnerstag auf dem Münchner Flughafen notgelandet. Fünf Insassen erlitten nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen. Die Maschine der italienischen Fluglinie Air Dolomiti war kurz zuvor von München nach Venedig gestartet. Weil sich Rauch im Cockpit und in der Kabine entwickelte, drehte der Pilot um und flog nach München zurück. Die Ursache war nach ersten Erkenntnissen vermutlich ein technischer Defekt.

Flughafen München: Air Dolomiti kommt von Piste ab

“Bei der Umkehr zum Flughafen gab es Triebwerksprobleme“, erklärte Air Dolomiti. Die Maschine kam bei der Notlandung am Nachmittag neben der Landebahn auf einem Seitenstreifen zum Stehen. Feuerwehr und Rettungskräfte standen schon bereit und kümmerten sich um die Passagiere. Einige klagten über Kreislaufprobleme und wurden von Ärzten versorgt. Insgesamt waren nach Angaben der Airline 58 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder an Bord.

Am Flughafen sorgte die Notlandung für Aufregung, dort wurde zu dem Zeitpunkt gerade der Umzug des Airports von der Stadt ins Erdinger Moos vor 20 Jahren mit einem großen Besucherfest gefeiert. Die Landebahn war nach der Notlandung kurzzeitig gesperrt und es kam zu Verspätungen. Nach rund eineinhalb Stunden konnte die Bahn wieder freigegeben werden.

Das defekte Flugzeug vom Typ ATR 72 wurde nach dem Zwischenfall von Experten untersucht. Vor wenigen Wochen war in Russland ein Flugzeug ebenfalls vom Typ ATR 72 kurz nach dem Start auf einem Feld zerschellt und in drei Teile zerbrochen, mehr als 30 Menschen starben.

dpa

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