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Blumen und Kerzen an dem Ort, an dem der 17-Jährige attackiert wurde. Foto: Caroline Seidel

Brutale Prügelattacke: Keine Spur von Bonner Totschlägern

Von den Bonner Schlägern fehlt nach der tödlichen Prügel-Attacke auf einen 17-Jährigen weiter jede Spur. Die Stimmung im früheren Diplomatenviertel Bad Godesberg bleibt aufgeheizt.

Bonn (dpa) - Auch am zweiten Wochenende nach einer tödlichen Prügelei in Bonn sucht die Polizei nach den Tätern. "Leider bislang erfolglos", sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Der 17-jährige Niklas war in der Nacht auf Freitag im Krankenhaus gestorben, nachdem er eine Woche zuvor von einer Gruppe junger Männer im Stadtteil Bad Godesberg angegriffen und verprügelt worden war.

Den Todesfall hatten am Samstag 50 Rechtsextremisten genutzt, um Front zu machen. Ihrer Kundgebung "Stoppt die Gewalt" standen einige Hundert Gegendemonstranten des Bündnisses "Bonn stellt sich quer" gegenüber. Die Polizei hatte 150 Teilnehmer bei den Rechtsextremisten erwartet.

Die Rechtsextremisten wollten die Gewalttat an dem 17-Jährigen für ihre Zwecke instrumentalisieren, kritisierte das von mehreren Parteien, Kirchen und Gewerkschaften unterstützte Bündnis der Gegendemonstranten. Die rechtsgerichtete Kundgebung unterstellte, Ausländer seien für die Prügel-Attacke verantwortlich. Die Polizei hatte erklärt, nach Zeugenaussagen hätten zwei der Täter dunkle oder auch braune Haut und sprächen akzentfrei Deutsch.

Bonns Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan appellierte an die Bonner, sich von der Demonstration der Rechtsextremisten "nicht hinters Licht führen zu lassen". Er sprach auch bei der Kundgebung von "Bonn stellt sich quer" in der Nähe des Tatorts. Dort waren nach Schätzungen der Polizei etwa 400 Demonstranten unterwegs. Die Polizei hatte sich mit einem großen Aufgebot zwischen die beiden Gruppen gestellt.

Für Hinweise, die zur Ergreifung der Schläger führen, hat die Staatsanwaltschaft 3000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Bonn stellt sich quer

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