Sechs Gangmitglieder getötet

Brutale Selbstjustiz in Südafrika

Johannesburg - Offenbar in einem Akt der Selbstjustiz haben aufgebrachte Bürger in Südafrika offenbar sechs mutmaßliche Gangmitglieder brutal getötet.

Bei der Tat, die sich am Sonntag in einem Vorort von Johannesburg ereignete, soll es sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Sapa um einen Akt der Selbstjustiz handeln. Mindestens eines des Opfer wurde bei lebendigem Leib verbrannt, zwei weitere wurden gesteinigt. Zuvor hatten Hunderte Bürger ein Treffen abgehalten, bei dem es um die in dem Ort aktiven Gangs ging.

Sicherheitskräfte waren im Einsatz, jedoch gab es bis zum Montag keine Festnahmen, zitierte die Nachrichtenagentur Polizeisprecher Neville Malila. In den ärmeren Regionen Südafrikas ist Selbstjustiz ein großes Problem. Viele Bürger haben kein Vertrauen in staatliche Institutionen und glauben nicht, dass diese Verbrechen verhindern und Gewalttäter vor Gericht bringen können.

dpa

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