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Der Unglücksreaktor von Fukushima.

Hohe Strahlenbelastung für Bürger Fukushimas

Tokio - Bürger der japanischen Katastrophenprovinz Fukushima sind in den ersten vier Monaten nach dem Atomunfall einer Strahlenbelastung von bis zu geschätzten 37 Millisievert ausgesetzt gewesen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag veröffentlichte Untersuchung der Provinzregierung. Die in normalen Zeiten geltende Höchstgrenze liegt bei einem Millisievert pro Jahr.

Für die Untersuchung errechnete die Regierung eine geschätzte Strahlendosis auf Basis von Gesundheitschecks von rund 1730 der 29 000 Bewohner der Orte Namie, Kawamata und Iitate. Demnach liegt die durchschnittliche Dosis bei etwas über einem Millisievert. Das meldete die Agentur Kyodo.

Nach Angaben der Fukushima Medical University war etwa die Hälfte der 1730 Bewohner in den ersten vier Monaten nach Beginn der Atomkatastrophe in Folge eines Erdbebens und Tsunamis vom 11. März einer Strahlenbelastung von weniger als einem Millisievert ausgesetzt. Die übrige Hälfte war mehr als einem Millisievert ausgesetzt.

Bei rund 40 Personen betrug die Dosis zwischen 5 und 10 Millisievert. Bei etwa einem Dutzend waren es mehr als 10 Millisievert, wobei die höchste Disis rund 37 Millisievert betrug. Dazu zählen Menschen, die zu den Reparaturtrupps im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi gehörten, wie Kyodo weiter meldete.

Fukushima: Schock-Bilder aus der Todeszone

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Niemand sei mehr als 100 Millisievert ausgesetzt gewesen, einer Dosis, die hohe gesundheitliche Risiken berge, hieß es. Die gemessene Dosis schließe weder die natürliche Hintergrundstrahlung noch die innere radioaktive Belastung ein.

Für die Erhebung wurde die Strahlendosis für die Bürger auf Basis von Strahlung in der Luft kalkuliert, die vom Wissenschaftsministerium mit Hilfe eines Systems zur Erstellung von Strahlenprognosen in Notfällen gemessen wurde. Das sogenannte SPEEDI-System wird vom Nuclear Technology Center in Tokio betrieben. Die Regierung in Fukushima führt Gesundheitsuntersuchungen unter allen rund zwei Millionen Bürgern in der Provinz durch.

dpa

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