Der Corona-Lockdown hat bundesweit keinen Babyboom ausgelöst. (Symbolbild)
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Der Corona-Lockdown hat bundesweit keinen Babyboom ausgelöst. (Symbolbild)

Zahl der Todesfälle stieg

Bundesamt veröffentlicht jährliche Statistik: Corona sorgt nicht für Babyboom

Wer nach dem ersten Corona-Lockdown einen Babyboom erwartet hatte, der wird enttäuscht: Die Zahl der Geburten ging laut Statistischem Bundesamt deutschlandweit sogar leicht zurück. Unterdessen stieg die Zahl der Todesfälle im vergangenen Jahr an.

Wiesbaden - Im Corona-Jahr 2020 kamen in Deutschland weniger Kinder auf die Welt, als 2019*. „Das Geburtenniveau bleibt nahezu auf dem Level der Vorjahre“, sagt Martin Bujard, Experte für Geburtenentwicklung am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Und: Der erste Corona*-Lockdown habe nicht dazu geführt, dass deutlich mehr Babys gezeugt wurden. „Zwar war die Zahl der Geburtenmeldungen um 0,8 Prozent höher als in den entsprechenden Vorkrisenmonaten Dezember 2019 bis Februar 2020“, berichtete das Amt. „Allerdings bewegt sich diese Veränderung im Bereich der üblichen Schwankungen monatlicher Geburtenzahlen.“

Unterdessen nimmt die Differenz zwischen Todesfällen und Geburten weiter zu: So starben im vergangenen Jahr 212.000 Menschen mehr, als Kinder geboren wurden. 2019 lag dieses Geburtendefizit noch bei 161.000. Neu ist diese Entwicklung nicht: Dass es in Deutschland mehr Sterbefälle als Geburten gibt, ist ein Trend, der seit 1972 anhält. Insgesamt starben im letzten Jahr etwa 986.000 Menschen, das sind 46.000 Todesfälle mehr als 2019. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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