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Die Diebesbande flexte in ganz Deutschland Tresore auf.

Bundesweite "Flex"-Bande geschnappt

Idar-Oberstein - Die Polizei ermittelte unter dem Codewort „Flex“: Denn mit einem solchen Werkzeug knackte eine Bande bundesweit hunderte Tresore. Nun wurden die Knacker geschnappt.

Eine deutschlandweit agierende Tresorknacker-Bande ist der Polizei ins Netz gegangen. Die vier Männer und zwei Frauen sollen bei mehr als 360 Einbrüchen einen Schaden von rund 1,2 Millionen Euro angerichtet haben, wie die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach und die Polizei Idar-Oberstein am Mittwoch mitteilten.

Ihren Angaben zufolge brachen die mutmaßlichen Täter seit Anfang 2011 in mehreren Bundesländern in Firmengebäude ein und flexten Tresore auf. In der vergangenen Woche wurden sie im hessischen Offenbach festgenommen. Die Bande soll vom Rhein-Main-Gebiet aus fast täglich zu Diebeszügen abwechselnd nach Norden, Süden oder Westen ausgeschwärmt sein.

Die Diebe gingen laut Polizei stets nach demselben Schema vor: Sie suchten kleinere, abgelegene Industriegebiete auf und brachen pro Nacht zwischen vier- und achtmal in Gebäude ein. Sie schnitten sich durch Zäune, hebelten Fenster und Türen auf und suchten in Räumen und Tresoren nach Bargeld. Den Einbrechern wurden Straftaten in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz zugeordnet.

Begonnen hatten die Ermittlungen nach mehreren Firmeneinbrüchen im Kreis Birkenfeld im Herbst 2011. Bei der Auswertung der Spuren ergaben sich DNA-Übereinstimmungen mit anderen Einbrüchen an Tatorten quer durch Deutschland. Seit Anfang März 2012 war die Ermittlungsgruppe „Flex“ der Bande auf den Fersen. Nach der Festnahme am 3. April wurde bei Wohnungsdurchsuchungen Beweismaterial sichergestellt, hieß es.

Die festgenommenen Frauen sind 22 und 41 Jahre alt - die Männer zwischen 18 und 36 Jahren. Gegen alle erging Haftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls. In zwei Fällen wurden die Haftbefehle unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

dpa

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