+
Ein Foto von der Unglücksstelle

Viele Kinder unter den Opfern

Bus stürzt in Schlucht: 48 Tote

Guatemala-Stadt - Nach dem schweren Busunglück in Guatemala vom Montag ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 48 gestiegen.

Dutzende weitere wurden verletzt, als der Bus auf der Strecke zwischen San Martín Jilotepeque und Chimaltenango von der Fahrbahn abkam und in eine Schlucht stürzte, wie Feuerwehrsprecher Cecilio Chacaj im Radiosender Emisoras Unidas sagte.

Unter den Toten seien auch Kinder. Rund 30 Schwerverletzte würden im Krankenhaus in Chimaltenango behandelt, sagte Chacaj. Ihr Zustand sei zum Teil kritisch. Der Fahrer des Busses sei etwa fünf Minuten nach dem Unfall an der Unglücksstätte seinen Verletzungen erlegen, zitierte Emisoras Unidas einen Augenzeugen.

Nach dem schweren Unfall ordnete Präsident Otto Pérez Molina eine dreitägige Staatstrauer an. Die Flagge auf dem Verfassungsplatz in Guatemala-Stadt werde auf halbmast gesetzt, sagte Regierungssprecher Francisco Cuevas.

Der Bus sei mindestens 75 Meter in die Tiefe gestürzt, sagte der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr, Sergio Vásquez. Zahlreiche Rettungskräfte waren an den Bergungsarbeiten in dem schwer zugänglichen Flussbett beteiligt.

Die Unfallursache war zunächst unklar. Die Zeitung „Prensa Libre“ berichtete, möglicherweise hätten die Bremsen versagt. Kommunikationsminister Alejandro Sinibaldi hingegen nannte überhöhte Geschwindigkeit als mögliche Unfallursache. Zeugen sagten zudem, das Fahrzeug sei überladen gewesen.

Zum Unglückszeitpunkt befanden sich rund 90 Menschen in dem Bus. Die meisten waren Händler, die ihre landwirtschaftlichen Produkte auf den Markt der Kreisstadt Chimaltenango nordwestlich von Guatemala-Stadt bringen wollten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Polizei: 35-Jähriger in Mississippi erschießt acht Menschen
Ein Mann erschießt im US-Bundestaat Mississippi acht Menschen an zwei verschiedenen Orten, darunter zwei Jugendliche und einen Polizisten. Seine Begründung für den Tod …
Polizei: 35-Jähriger in Mississippi erschießt acht Menschen
Mann stirbt in Badesee - Mehrere Kinder gerettet
Polizei und andere Einsatzkräfte in Deutschland blicken auf ein ereignisreiches Badewochenende zurück: Ein Mann trieb regungslos in einem See, drei Kinder konnten noch …
Mann stirbt in Badesee - Mehrere Kinder gerettet
Polizei: 35-Jähriger in Mississippi erschießt acht Menschen
Drei Frauen und ein 36-jähriger Polizist sind in einem Haus in Bogue Chitto aufgefunden worden, die Leichen von zwei Jugendlichen und sowie einem Mann und einer Frau in …
Polizei: 35-Jähriger in Mississippi erschießt acht Menschen
Nach Attacke auf Helfer: Portland im Schockzustand
Sie wollten nur helfen und zahlten am Ende mit ihrem Leben. Zwei Männer wurden bei dem Versuch, zwei muslimische Frauen zu schützen, in einem Zug in Portland erstochen. …
Nach Attacke auf Helfer: Portland im Schockzustand

Kommentare