Busfahrer verletzt: 39-Jähriger rettet Kinderfußballmannschaft

Soltau - Weil der Busfahrer schwer verletzt wurde, übernahm ein Mann auf der Autobahn bei voller Fahrt das Steuer und rettete damit einer ganzen Fußballmannschaft das Leben. Die ganze Geschichte:

Das beherzte Eingreifen eines Betreuers hat eine Kinderfußballmannschaft von Werder Bremen auf der Rückreise von einem Turnier gerettet: Der 39-Jährige ergriff am späten Sonntagabend auf der A7 in der Nähe von Soltau (Niedersachsen) das Steuer des Mannschaftsbusses, nachdem der Fahrer schwer verletzt worden war. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte sich von einem Auto vor dem Reisebus eine Spiralfeder gelöst und die Windschutzscheibe des Busses durchschlagen. Das Fahrzeugteil verletzte den Fahrer schwer. Kurzfristig verlor der 60-Jährige das Bewusstsein.

Der hinter ihm sitzende 39-Jährige übernahm daraufhin das Lenkrad und brachte den Bus nach 500 Metern ohne Vollbremsung auf dem Seitenstreifen sicher zum Stehen. Alle 28 Insassen - Kinder, Eltern und Betreuer - blieben aufgrund des umsichtigen Bremsmanövers unverletzt, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Fallingbostel am Montag.

Die jungen Fußballer gehörten zur U11-Mannschaft des Vereins Werder Bremen. Sie waren auf dem Rückweg vom Euro-Cup Hallenturnier in Neu-Ulm. Dem Fahrer des Mannschaftsbusses geht es mittlerweile wieder besser. Er wird im Krankenhaus behandelt.

dpa

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