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Bush und Merkel wollen Nahost-Quartett versammeln

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- Washington - US-Präsident George W. Bush hat sich nach Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington für eine enge Abstimmung bei der Suche nach einer Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt ausgesprochen.

"Frau Kanzlerin hat die gute Idee, das (Nahost)-Quartett zu versammeln. Dem stimme ich zu", sagte Bush am Donnerstag. Dem Nahost-Quartett gehören neben der EU, die USA, Russland und die Vereinten Nationen an.

Bush kündigte eine baldige Reise von Außenminister Condoleezza Rice in den Nahen Osten an. Nach ihrer Rückkehr werde Rice nicht nur ihm, sondern auch Kanzlerin Merkel Bericht erstatten, betonte der Präsident. Er unterstrich die Forderung der USA nach einer Zwei-Staaten-Lösung, bei der Israelis und Palästinenser "Seite an Seite in Frieden existieren". Merkel forderte die Palästinenser auf, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Deutschland hatte am 1. Januar den Ratsvorsitz in der EU und der G8 übernommen.

Beide sprachen sich jedoch dagegen aus, das Mandat des Quartetts über den israelisch-palästinensischen Konflikt hinaus zu erweitern. Die Vierer-Runde sei mit ihrer eigentlichen Aufgabe ausgelastet, sagte Merkel. Bush sagte: "Wenn wir dieses Problem lösen, werden sich eine Menge anderer Probleme leichter lösen lassen."

Merkel signalisierte unterdessen Bereitschaft zur Unterstützung einer politischen Lösung der Lage im Irak. Es gebe ein großes Interesse an einem Wandel zu einer friedlichen Entwicklung, bei der die Menschen nicht mehr um ihr Leben fürchten müssten, sagte die Kanzlerin. Politisch werde man alles unternehmen, eine solch positive Entwicklung zu unterstützen. Die Beratungen zwischen der Bundeskanzlerin und Bush sollten am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einem Abendessen im Weißen Haus noch fortgesetzt werden.

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