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Bei dem Busunfall fünf Deutsche und ein Chinese ums Leben.

Ärzte kämpfen um ihr Leben

Busunglück: Drei Deutsche in kritischem Zustand

Peking - Nach dem Busunglück einer deutschen Reisegruppe in China mit sechs Toten ist der Zustand der drei schwerverletzten Deutschen weiterhin besorgniserregend.

Sie werden nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa in zwei Krankenhäusern in Tianjin behandelt.Bei dem schweren Unfall auf einer Schnellstraße zwischen Peking und Tianjin waren am Montag fünf Deutsche- drei Bayern und zwei Baden-Württemberger - ums Leben gekommen. Auch der chinesische Busfahrer starb.

Einige Leichtverletzte aus der Gruppe der 19 deutschen Touristen sind inzwischen in Peking eingetroffen und sollen sobald wie möglich nach Deutschland ausgeflogen werden. Die Gruppe bestand aus einem Arzt sowie medizinisch Interessierten, die während einer zehntägigen Kultur- und Medizinreise durch China ein Krankenhaus für traditionelle chinesische Medizin in Tianjin besuchen wollten.

Bei den bayerischen Opfern handelt sich um ein 68 und 78 Jahre altes Ehepaar sowie um eine 62-jährige Frau aus dem Landkreis Lindau, teilten Landeskriminalamt und Polizei am Dienstag mit. Der Reiseleiter der Gruppe war ein Arzt für traditionelle chinesische Medizin aus dem Allgäu - er überlebte das Unglück, sagten Mitarbeiter seiner Praxis.

Die zwei weiteren Todesopfer waren ein Ehepaar aus Baden-Württemberg. Nach Angaben der Polizei in Friedrichshafen vom Dienstag waren die 54-jährige Frau und ihr gleichaltriger Ehemann aus dem Bodenseekreis zusammen mit der Reisegruppe unterwegs.

Deutsche Todesopfer bei Busunfall in China

Deutsche Todesopfer bei Busunfall in China

Nur zweieinhalb Stunden nach ihrer Ankunft auf dem Pekinger Capital Flughafen verunglückte der Reisebus. Die „Pekinger Nachrichten“ zitierten eine nicht näher identifizierte deutsche Teilnehmerin der Reise, die im Wuqing-Volkskrankenhaus in Tianjin den Unfallhergang beschrieb.

Demnach hatte ein mit einem Container beladener Lastwagen eine „plötzliche Panne“ und stoppte auf der mittleren Fahrspur. Der Bus brach der Zeugin zufolge aus seiner Spur aus, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, knallte jedoch auf das Heck des Lastwagens. Der Bus sei dann in Brand geraten, doch war die Haupttür des Busses durch die Kollision beschädigt und konnte nicht geöffnet werden, hieß es. Die Passagiere mussten demnach die Fenster einschlagen, um aus dem Bus zu entkommen.

Der chinesische Tourführer, der hinter dem tödlich verletzten Busfahrer saß, erlitt schwere Verbrennungen und andere Verletzungen. Sein Zustand sei aber nicht kritisch, hieß es.

Nach Angaben der Internetseite „Tea Leaf Nation“ wurde ein Journalist der „Beijing Times“ von der Polizei in Tianjin am Unfallort kurzzeitig festgenommen und anschließend wieder entlassen. Er hatte Fotos des ausgebrannten Busses gemacht.

Das für den Reisebus verantwortliche chinesische Unternehmen „Capital Transport“ drückte „tiefe Traurigkeit“ über den Unfalls aus.

dpa

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