Busunglück: Experten entlasten Unglücksfahrer

- Gößweinstein - Nach dem schweren Busunfall an der belgisch-französischen Grenze mit elf Toten hat ein Gutachter des Busunternehmens eine fehlerhafte Fahrbahnbegrenzung als Ursache des Unfalls mit ins Spiel gebracht. Nach Ansicht des Experten zeigten Fotos von der Unfallstelle, dass die so genannten Fahrbahnbegrenzer nicht vorschriftsmäßig mit Stahlseilen verzurrt gewesen sind. Die belgischen Ermittler sprachen nach der Tragödie von einer Übermüdung des Fahrers als Unfallursache.

Das Fahrzeug war am 20. Dezember 2003 mit einer Absperrung aus Beton kollidiert und hatte Feuer gefangen. Elf Menschen starben, 37 konnten sich aus den Flammen retten. Mehrere Überlebende hatten den belgischen Ermittlern berichtet, dass der Busfahrer mehrfach geblinzelt und sich wiederholt die Augen gerieben habe.

Laut dem Gutachter der Busfirma aus dem bayerischen Gößweinstein deute alles darauf hin, dass ein unverzurrter Betonblock vom Bus berührt worden sei, sich verschoben habe und in die Fahrbahn gerutscht sei. Die Zwillingsräder am Busheck seien gegen das Hindernis geprallt und durch die Wucht des Aufpralls abgerissen. Der Gutachter der Firma sieht keine Hinweise dafür, dass der Fahrer eingeschlafen ist.

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