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Vergangene Weihnachten besuchte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp die Kinderklinik, in der Jens Pascal behandelt wurde.

Kirche sagt Nein

BVB-Grabstein: Jens' (9) letzter Wunsch verweigert

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Dortmund - Ein BVB-Logo auf seinem Grabstein, das war der letzte Wunsch des neunjährigen Jens Pascal, der im Mai an einem Hirntumor starb. Doch die Kirche verweigert die Genehmigung.

Gerade mal neun Jahre alt war Jens Pascal, als er im Mai an einem Hirntumor starb. Das Schicksal des Jungen bewegte ganz Deutschland und den Fußballverein BVB Dortmund ganz besonders. Denn der Neunjährige war leidenschaftlicher Fan der Borussia. Zu Weihnachten vergangenen Jahres bekam der Kleine sogar im Krankenhaus Besuch von Trainer Jürgen Klopp und einigen BVB-Spielern.

Doch im Frühjahr 2012 verschlechterte sich der Zustand von Jens dramatisch, im Mai verlor er den Kampf gegen den Krebs und starb. Vor seinem Tod äußerte der Neunjährige noch einen letzten Wunsch. "Mami, wenn ich gestorben bin, dann will ich einen Grabstein mit BVB-Logo haben", soll der Junge laut einem Online-Bericht der WAZ seinen Eltern ins Ohr geflüstert haben.

Das Grab von Jens Pascal ist mit BVB-Fanartikeln geschmückt.

Die Eltern ließen einen Grabstein mit schwarzen Granitsockel und einem schwarz-weißen Fußball an der Spitze entwerfen und beantragten die Aufstellung bei der Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung in Bodelschwingh, auf dessen Friedhof Jens begraben liegt. Auch die Borussen erlaubten die Nutzung des BVB-Logos. Doch dann die bittere Enttäuschung: Die Kirche verweigert die Aufstellung des BVB-Grabsteins. Begründet wird die Absage mit den Vorschriften der Friedhofssatzung. Demnach müssen christliche Symbole Bestandtteil der Grabgestaltung sein. Auf dem Entwurf der Eltern war allerdings nur der Schriftzug "Echte Liebe" neben dem Jens' Namen sowie seines Geburts- und Sterbedatum vorgesehen.

Der Streit um den Grabstein für Jens Pascal ist nicht der erste, der für Streitereien sorgt. Vor vier Jahren scheiterte der Versuch im Siegerland, einem Schalke-Anhänger das Grab mit Fußball-Kunst zu verschönern. Ein Granitstein mit einem Torwinkel aus Edelstahl, darin ein Ball mit Schalke-Emblem wurde gefertigt. Hätte der Steinmetz die städtische Friedhofsverwaltung gefragt, hätte er sich die Arbeit sparen können. Edelstahl und Fußballmotiv lehnte die Verwaltung ab. Der Friedhof wolle nicht Werbeträger für einen Verein sein, heißt es bis heute.

Auf Facebook hat sich nun die Gruppe "Jens Pascal" gegründet, die inzwischen mehr als 120.000 Mitglieder zählt und für die Erfüllung von Jens' letzten Wunsch plädiert. Die öffentliche Aufmerksamkeit scheint Wirkung zu zeigen: Die Kirche hat sich inzwischen gesprächsbereit gezeigt und kündigte in einer Onlineerklärung an, "an einer einvernehmlichen Lösung mit den Angehörigen interessiert" zu sein.

Vielleicht kann Jens' letzter Wunsch nun doch bald erfüllt werden.

vh/dpa

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