Internationale Studie

Kiffer-Paradies München? Überraschender Cannabis-Konsum in der Stadt

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Eine Studie hat zutage gefördert, wie es um den Cannabis-Konsum der Münchner bestellt ist. In einigen Kategorien überrascht die Landeshauptstadt.

München - Im Sommer nimmt man ihn an der Isar häufig wahr, den süßlichen Duft der weiblichen Hanf-Pflanze. Doch wie viel wird eigentlich gekifft in München? 

Der Gewächshaus-Betreiber Seedo hat in seiner Studie den Cannabis-Konsum in 120 Städten weltweit unter die Lupe genommen. In einigen Kategorien ist die Landeshauptstadt überraschend prominent platziert. 

Jahresverbrauch: Knapp fünf Tonnen

Ganze 4,8 Tonnen Cannabis sind es, die in der Landeshauptstadt jährlich in Rauch aufgehen. Im Vergleich zu Spitzenreiter New York (77,44) eine verschwindend geringe Zahl, deutschlandweit jedoch ein „Top-Wert“. Hinter Berlin (11,64) und Hamburg (5,91) bedeutet der Wert Rang drei im nationalen Tableau.

Die Seedo-Erhebung lässt keinen Zweifel: Kiffen in der Landeshauptstadt ist ein teures Vergnügen. Umgerechnet 11,65 Euro pro Gramm müssen Konsumenten hier  abdrücken. Dem Marihuana-Genuss scheint dies jedoch keinerlei Abbruch zu tun. Erst im vergangenen November hat die Polizei im Hasenbergl ein wahres Kiffer-Paradies ausgehoben.

München im Preis-Ranking

Im nationalen Preis-Ranking liegt München damit ganz klar auf Rang eins. In Berlin kostet das Gramm laut Erhebung derzeit 10,82 Euro. Deutlich billiger kommt man in Frankfurt am Main (8,23 Euro) und in Hannover (8,41 Euro) an seinen Stoff. 

Neidvoll dürften die Münchner Marihuana-Freunde nach Ecuador blicken. In der Hauptstadt Quito muss man laut Seedo gerade einmal 1,07 Euro für ein Gramm Cannabis blechen. 

Nach Japan dagegen dürften hiesige Konsumenten demnächst wohl kaum auswandern. Nirgendwo auf der Welt muss man für ein Gramm Cannabis so viel berappen, wie in Tokio (26,13 Euro).

Video: Cannabis auf Rezept

Lesen Sie auch: Warum Cannabis-Konsumenten McDonald´s lieben.

Millionen-Einnahmen bei Legalisierung

Darüberhinaus beleuchtet die Studie die potenziellen Steuereinnahmen für lokale Behörden im Falle einer Legalisierung der Droge. Ganze 40,72 Millionen Euro jährlich könnte das bayerische Finanzministerium demnach allein in München für sich verbuchen. Die Höhe der Steuern für die beliebteste Zigarettenmarke in der jeweiligen Stadt war Basis der Seedo-Kalkulation.

Vor allem in Ägypten dürften die Finanzbehörden nach dieser Erhebung in Tränen ausbrechen. 307,896 Millionen Euro an Steuereinnahmen ließen sich im Falle einer Legalisierung allein in Kairo verbuchen. Davon könnte man wohl die ein oder andere Pyramide wieder aufbauen.

lks/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © picture alliance 

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