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Illegale Autorennen wie aus den "Fast and Furious"-Actionfilmen sind am Karfreitag in vielen Städten angesagt.

"Car-Freitag": Polizei geht gegen illegale Autorennen vor

Berlin - Gegen illegale Autorennen ist die Polizei in mehreren deutschen Städten vorgegangen. Allein in Hannover hatten sich am Karfreitag (“Car-Freitag“) rund 4.500 Schaulustige eingefunden.

Sie wollten die Rennen zu verfolgen, wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte. Rund 1.000 Fans der Tuningszene seien am Abend mit rund 700 Autos und 300 Motorrädern erschienen. Die Beamten ahndeten zahlreiche Verkehrsordnungswidrigkeiten und stellten neun Fahrzeuge sicher. Deren Fahrer hatten sich an den Rennen beteiligt oder waren durch waghalsige Fahrmanöver aufgefallen. Gegen fünf Tuningfans wurden Platzverweise ausgesprochen. Die Polizei leitete 37 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein, darunter zehn wegen Raserei. Drei Teilnehmer müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Ein Angehöriger der Tuningszene wurde mit Tempo 93 gemessen. Erlaubt sind an der Stelle 50 Kilometer pro Stunde.

Nackt im Auto? Was im Verkehr erlaubt ist und was nicht

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Nach Polizeiangaben findet die sogenannte Saisoneröffnung der Tuningszene traditionell am Karfreitag (“Car-Freitag“) statt. Mit künstlichen Blockaden, Straßensperren und verstärkten Verkehrskontrollen hingegen verhinderten Polizisten in Paderborn und Bielefeld Autorennen in den Innenstädten. In Paderborn hatten sich nach Schätzungen der Polizei gut 1000 Autofahrer aus der Tuning-Szene in Ostwestfalen getroffen. Nach Auskunft der Polizei hatten sich mehrere Tausend Schaulustige im Stadtzentrum eingefunden.

Auch in Bielefeld konnten Rennen verhindert werden, jedoch fielen dort 100 Pkw-Fahrer durch zu schnelles Fahren auf. Die Spitzengeschwindigkeit erreichte ein Autofahrer, der innerorts mit 134 Stundenkilometern unterwegs war. In Gütersloh meldete die Polizei 200 Verkehrsverstöße. Auch dort waren die meisten Autofahrer (149) zu schnell unterwegs. Gegen 31 Fahrzeugführer wurde Anzeige erstattet.

dapd

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