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Orkantief Carmen brachte mit dem ersten schweren Herbststurm des Jahres reichlich Wind und Regen

"Carmen" zieht ab - Schafe ertrunken

Hamburg/Kiel - Nach zwei stürmischen Tagen ist Tief “Carmen“ abgezogen. Es bleibt die nächsten Tage regnerisch und mild.

Zur Bilanz des ersten schweren Herbststurms im Norden Deutschlands gehören ein gesunkener Fischkutter, umgestürzte Bäume und Verkehrsschilder, leicht verletzte Menschen und 150 ertrunkene Schafe. In Nordrhein-Westfalen überflutete starker Regen zahlreiche Straßen und Autobahnen. Betroffen war besonders das Ruhrgebiet.

Bilder vom Orkantief Carmen

Bilder vom Orkantief Carmen

Sturmtief “Carmen“ war seit Donnerstagabend mit bis zu 110 Kilometer pro Stunde über Norddeutschland hinweggefegt, teilte der Deutsche Wetterdienst in Hamburg mit. Am Freitagabend wurde eine Schafherde in Hamburg-Ochsenwerder Opfer einer Sturmflut. 150 Tiere ertranken nach Feuerwehrangaben, 60 Schafe konnten auf eine trockene Wiese getrieben werden, weitere 40 retteten die Einsatzkräfte mit Booten aus den Fluten. Die Herde war im Deichvorland von der Flut überrascht worden.

Wetter bleibt zunächst regnerisch und mild

Das Wetter wird in den kommenden Tagen regnerisch und außerordentlich mild. Die Warmluft zieht im Laufe des Wochenendes immer weiter nordwärts, wie der Deutsche Wetterdienst am Samstag in Offenbach mitteilte. Die nächste Woche wird recht unbeständig. Neue Tiefs bringen vor allem kältere Temperaturen. Am Sonntag fällt im Norden und Nordwesten zeitweise Regen. Die Höchsttemperaturen liegen dort zwischen 10 und 14 Grad.

Im übrigen Deutschland ist es wechselnd wolkig oder heiter. Erst am späten Nachmittag und Abend kommt von Westen Regen auf. Die Temperaturen steigen auf 13 bis 18 Grad. In der Nacht zum Montag ist es im Südosten noch gering bewölkt, in den restlichen Gebieten regnet es. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen 10 und 4 Grad.

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Am Montag überwiegt meist dichte Bewölkung, im Südwesten, Westen und zum Teil auch in den mittleren Gebieten fällt zeitweise Regen. An der Nordsee gibt es einzelne Schauer. Auflockerungen, vielleicht auch sonnige Abschnitte sind am ehesten im Nordwesten und im südöstlichen Bayern möglich. Die Temperatur erreicht Höchstwerte zwischen 10 und 16 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen.

Am Dienstag regnet es vor allem im Süden und Osten sowie anfangs auch noch in den mittleren Gebieten. Nach Westen und Norden kommt es nur zu einzelnen Schauern, teils ist es auch aufgelockert. Die Tageshöchstwerte liegen nur noch zwischen vier und neun Grad, im Südosten sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 1.000 Meter ab.

dpa/dapd

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