Castortransport erreicht Deutschland am Mittwoch

Cadarache - Der genaue Verlauf des Castortransports in der kommenden Woche nach Lubmin in Deutschland steht fest. Ein Dokument enthält detaillierte Informationen für den stark gesicherten Transport.

Am Dienstag soll der Zug mit vier Castorbehältern gegen 20.30 Uhr in Aix-en-Provence losfahren, zirka 30 Kilometer südwestlich des nuklearen Forschungszentrums Cadarache. Das geht aus einem internen Dokument der französischen Staatsbahn SNCF hervor, das der Nachrichtenagentur dapd vorliegt. Der Konvoi mit radioaktivem Material wird laut dem 25-seitigen Papier je nach Route etwa zwischen 11 und 17 Uhr die deutsche Grenze passieren. Bislang wollten sich weder deutsche noch französische Behörden zu genauen Plänen und Zeitpunkten äußern.

Das Dokument enthält detaillierte Informationen für den stark gesicherten Transport. Er trägt demnach die Nummer 00607 und läuft unter dem Begriff “Train de matière radioactive“, zu deutsch “Zug mit radioaktivem Material“. Der Zug wird Hochsicherheitsbehälter mit 52 Brennstäben aus dem ehemaligen Atomfrachter “Otto Hahn“ sowie rund 2.000 bis 3.000 Brennstäbe aus dem ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe transportieren. Atomkraftgegner haben sich bislang auf Protest-Aktionen am 15. und 16. Dezember in Deutschland vorbereitet.

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Vom südfranzösischen Aix-en-Provence aus wird der Zug in der Nacht Frankreich durchqueren. Im Nordosten ergeben sich dann vier verschiedene Routen nach Deutschland, über die die Polizei und Sicherheitskräfte kurzfristig entscheiden werden. In Lauterburg würde der Transport laut der dapd vorliegenden SNCF-Dokumente am Mittwoch um 15.01 Uhr die Grenze überqueren, in Kehl um 14.16 Uhr. Aufgrund von zwei verschiedenen möglichen Anfahrtswegen könnte er Neuenburg entweder um 11.39 Uhr oder 15.57 Uhr passieren, den Grenzort Forbach hingegen um 12.17 Uhr oder erst um 17.10 Uhr. Dort soll er dann von der Deutschen Bahn in Empfang genommen und weiter nach Lubmin transportiert werden.

Letztendlich wird es auch von den Störungen an der Strecke abhängen, wie plangemäß der Zug in Deutschland eintreffen wird. Französische Atomkraftgegner haben bereits Aktionen gegen diesen deutsch-französischen Castortransport angekündigt.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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