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Im New Yorker Central Park hatte vor 25 Jahren die Vergewaltigung stattgefunden.

"Central Park Five"

US-Justizopfer bekommen Rekord-Entschädigung

New York - 25 Jahre nach einer Vergewaltigung im New Yorker Central Park, die die ganze USA erschütterte, bekommen fünf unschuldig verurteilte Männer für jedes Jahr Gefängnis knapp eine Million Dollar.

Die Stadt New York stimmte am Donnerstag einer entsprechenden Einigung zu und gab die 40 Millionen Dollar (umgerechnet knapp 30 Millionen Euro) frei, wie die Stadt mitteilte. Die fünf, damals 14 bis 16 Jahre alt, hatten alle mehrere Jahre im Gefängnis gesessen, bis sich 2003 endgültig ihre Unschuld erwiesen hatte.

Die gezahlte Summe gehört laut Medienberichten vom Freitag zu den höchsten, die je in den USA in einem Unschuldsfall gezahlt wurden. Jeder der fünf Männer bekommt pro Jahr Gefängnis fast eine Million Dollar, heißt es nach Angaben der „Huffington Post“.

Im April 1989 war eine junge Frau beim Joggen im Central Park vergewaltigt und so schwer misshandelt worden, dass sie nur wie durch ein Wunder überlebte. Die 28-Jährige hatte einen Schädelbruch und ein Auge war durch die Schläge aus der Höhle getreten. Sie wurde erst Stunden nach der Tat gefunden.

Noch in der gleichen Nacht nahm die Polizei fünf Jugendliche fest, von denen vier ein Geständnis ablegten. Später zogen sie die aber zurück und sagten, die Polizei habe Druck auf sie ausgeübt. Auch im Prozess gab es Ungereimtheiten, schließlich wurden die fünf aber zu Strafen von bis zu 15 Jahren verurteilt.

Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt und auch eine Rassismusdebatte entfacht. Der Polizei wurde vorgeworfen, völlig einseitig ermittelt und die Schuldigen, vier Schwarze und einen Latino, misshandelt und eingeschüchtert zu haben. Die Namen der Jungen wurden bekanntgegeben, obwohl vier noch unter 16 waren. Der Joggerin wurde wiederum vorgeworfen, selbst schuld zu sein, wenn sie im Dunkeln in den Central Park gehe. Während die Medien sie nur „the Central Park Jogger“ nannten, veröffentlichte eine Zeitung in Harlem ihren Namen.

Vier der Jungen saßen etwa sieben Jahre im Gefängnis, einer 13 Jahre. Erst nach Jahren wurde bekannt, dass ein einzelner Mann, der wegen einer anderen Tat in Haft saß, der alleinige Täter ist. Neuen Schub hatte die Diskussion um eine Entschädigung durch den Film „The Central Park Five“ des preisgekrönten Dokumentarfilmers Ken Burns erhalten. Der Rechtsstreit ging über elf Jahre.

dpa

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