+
Im Rudolf-Virchow-Krankenhauses der Charité kam es zu dem Überfall.

Kein Zusammenhang mit Frühchentod

Charité-Gynäkologe mit Stöcken verprügelt

Berlin - In der Berliner Uniklinik Charité ist der Klinikchef für Gynäkologie in seinem Büro überfallen und durch Stockschläge schwer verletzt worden. Der Überfall hat aber nichts mit dem Frühchentod zu tun.

Ein Klinikdirektor der Berliner Charité ist in seinem Büro überfallen und schwer verletzt worden. Die beiden geflüchteten Angreifer sollen dem Professor Fehler bei der Behandlung einer Frau vorgeworfen haben, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Schläger waren noch nicht gefasst. Die Ermittler schlossen einen Zusammenhang mit den kranken Babys in der Charité aus, die mit Darmkeimen infiziert sind.

„Das ist ein ungewöhnlicher Fall. Die Ermittlungen laufen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Der 44-jährige Leiter der Gynäkologie am Virchow-Klinikum im Wedding, das zur Charité gehört, war am Dienstagnachmittag von zwei Männern mit Stöcken in seinem Büro angegriffen worden.

Sie attackierten den Professor mit Stockschlägen und Tritten. Ein Kollege, der helfend einschritt, wurde ebenfalls angegriffen. Der 44-Jährige erlitt einen Rippenbruch, Prellungen und Schürfwunden. Er wurde stationär behandelt. Am Mittwoch war das Büro des Klinikchefs verschlossen. Ob sich Täter und Opfer kannten, sei noch unklar, hieß es bei der Polizei.

Die Charité sprach von einem „ungeheuerlichen Vorfall“. Der Arzt sei auf dem Weg der Besserung. „Wir wünschen ihm alle eine baldige Genesung.“ Eine Verbindung zu den derzeitigen Infektionen auf zwei Charité-Stationen, in denen Frühchen und Neugeborene mit schweren Erkrankungen behandelt werden, sei spekulativ, hieß es in der Charité-Mitteilung. Der Arzt sei nicht in diesem Bereich tätig.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Explosion bei Ariana-Grande-Konzert - 19 Tote bestätigt
Manchester: Bei einem Konzert von Ariana Grande gab es offenbar mindestens eine Explosion. Die Polizei hat 19 Tote bestätigt.
Explosion bei Ariana-Grande-Konzert - 19 Tote bestätigt
Der älteste Vormensch könnte aus Europa statt Afrika stammen
In Afrika trennten sich mit der Entwicklung der ersten Vormenschen die Wege von Menschen und Menschenaffen - das nehmen viele Experten an. Es könnte aber auch ganz …
Der älteste Vormensch könnte aus Europa statt Afrika stammen
Wie eine große Firma: Europaweite Einbrecherclans aufgespürt
Mädchen auf Einbruchstour: Die Münchner Polizei hat Mitglieder einer Bande dingfest gemacht - und spricht von internationalen Strukturen mit womöglich 500 Tätern.
Wie eine große Firma: Europaweite Einbrecherclans aufgespürt
Unglaubliches Video: Seelöwe reißt Mädchen ins Wasser
Damit hätte wohl niemand gerechnet: Ein kleines Mädchen möchte mit ihrer Familie die Seelöwen an einem Pier in Vancouver füttern. Plötzlich taucht eines der Tiere auf …
Unglaubliches Video: Seelöwe reißt Mädchen ins Wasser

Kommentare