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Der neue Chefredakteur der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo bei einer Pressekonferenz im Januar.

Leben nach dem Terroranschlag

„Charlie Hebdo“-Chef: Kollegen sind erschöpft

München - Die Redaktion des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ leidet weiter unter den Folgen der Terrorattacke vom Januar. „Viele meiner Kollegen sind seit dem Anschlag in psychologischer Behandlung, sie sind erschöpft“, sagte der Chefredakteur des Blattes, Gérard Biard, dem Magazin „Focus“.

„Alle stehen unter ständigem Polizeischutz, in der Redaktion, aber auch auf Recherchen und im Privatleben.“

Zu Kritik an „Charlie Hebdo“ wegen Mohammed-Karikaturen sagte Biard, das Magazin greife keine Muslime an, sondern islamistische Staaten oder die Terrororganisation Al-Kaida. „Der größte Feind der Moslems ist nicht „Charlie Hebdo“, das sind die Islamisten“, sagte Biard.

Laut Biard hat „Charlie Hebdo“ aktuell rund 200.000 Abonnenten, vor dem Anschlag seien es 8000 gewesen. Der Kioskverkauf sei von 30.000 auf rund 150.000 Exemplare gestiegen. Die Vorsteuergewinne sollen laut Bericht bei zwölf Millionen Euro liegen.

Bei dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ und die folgenden Attacken waren im Januar in Paris 17 Menschen von islamistischen Terroristen getötet worden.

dpa

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