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Ehlert war vor drei Jahren wegen eines als Dienstfahrzeug genutzten Maseratis in die Schlagzeilen geraten.

Maserati-Affäre

Chauffeur sagt gegen Ex-Treberhilfe-Chef aus

Berlin - Wegen seines Dienst-Maseratis war der Chef der Treberhilfe in die Schlagzeilen geraten. Im Prozess gegen den Sozialmanager hat jetzt der Chauffeur seinen früheren Arbeitgeber belastet.

Prozess gegen den früheren Chef der Berliner Treberhilfe hat dessen ehemaliger Chauffeur als Zeuge ausgesagt. Seinen Angaben zufolge wurden Dienstfahrzeuge häufig privat genutzt. Der 57-Jährige sagte, er habe Harald Ehlert beispielsweise nach Detmold gefahren. Dort habe der damalige Geschäftsführer der Treberhilfe seine Mutter besucht. Er habe den Angeklagten und dessen Frau auch wiederholt zu Restaurants chauffiert, erklärte der frühere Mitarbeiter der Treberhilfe am Freitag vor dem Berliner Landgericht.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Diplom-Pädagogen Steuerhinterziehung in Höhe von mehr als 600.000 Euro vor. Die Anklage geht davon aus, dass Ehlert die private Nutzung von Dienstfahrzeugen verschwiegen hat. Sonst wäre der Treberhilfe aus Sicht der Anklage die Steuern sparende Gemeinnützigkeit aberkannt worden und sie hätte Gewerbe- und Körperschaftssteuer zahlen müssen. Der 51 Jahre alte Angeklagte hat die Vorwürfe bisher über seinen Anwalt bestritten.

Im Jahr 2010 war der Ehlert wegen seines italienischen Sportwagens und seines luxuriösen Lebensstils in die Schlagzeilen geraten. Die damalige Sozialsenatorin Carola Blum (Linke) hatte Anzeige wegen Untreue erstattet. Nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, wird weiter ermittelt.

Ursprünglich sollte sich auch Ehlert vor Gericht äußern - seine Aussage wurde aber auf den 30. September verschoben.

dpa

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