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Die Feuerwehrleute brachten den Brand in der Raffinerie in Mexiko unter Kontrolle, drei Menschen hat es das Leben gekostet.

Gewaltige Explosion in Raffinerie

Chemie-Unfall in Mexiko: 13 Tote, über 100 Verletzte

Coatzacoalcos - Eine gewaltige Explosion zerstört eine Raffinerie im Osten von Mexiko. Drei Menschen sterben, über 100 werden verletzt. Der Ort befindet sich im Ausnahmezustand.

Bei einer Explosion in einer Raffinerie im Osten von Mexiko sind drei Arbeiter ums Leben gekommen. 136 weitere Menschen seien bei dem schweren Unglück in dem petrochemischen Werk in Coatzacoalcos verletzt worden, teilte der mexikanische Erdölkonzern Pemex am späten Mittwochabend (Ortszeit) mit. 88 Opfer würden noch immer in Krankenhäusern behandelt. 13 von ihnen seien schwer verletzt, sagte der Regierungssprecher des Bundesstaates Veracruz, Alberto Silva Ramos.

Das Firmengelände und die Nachbarschaft des Unternehmens PMV seien evakuiert worden, sagte die Chefin des Zivilschutzes des Bundesstaates Veracruz, Yolanda Gutiérrez Carlín, im Fernsehen. Der Bundeschef des Katastrophenschutzes, Luis Felipe Puente, sagte, über 2000 Arbeiter seien in Sicherheit gebracht worden.

Im Fernsehen war zu sehen, wie dichter, schwarzer Rauch über der Raffinerie aufstieg. Die gifte Gaswolke habe sich schnell aufgelöst, teilte Pemex mit. Die Lage sei unter Kontrolle und es bestehe kein Risiko für die Arbeiter und Anwohner. Die Aufräumarbeiten würden am Donnerstag fortgesetzt.

Die Ursache für das Unglück in Mexiko steht noch nicht fest

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst unklar. Die Druckwelle sei noch in zehn Kilometern Entfernung zu spüren gewesen und habe in der Innenstadt von Coatzacoalcos Fensterscheiben zu Bruch gehen lassen, sagte Gouverneur Javier Duarte im Fernsehsender Televisa. Die umliegenden Firmen hätten vorübergehend den Betrieb eingestellt.

Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes und Feuerwehrleute waren an der Brandbekämpfung in dem Komplex Pajaritos beteiligt. Die Polizei riegelte das Gebiet ab. Das Notfallkomitee der Region trat zusammen. Gouverneur Duarte und Pemex-Direktor José Antonio González Anaya begaben sich zum Unglücksort.

In Coatzacoalcos und in angrenzenden Gemeinden sollten die Schulen bis auf Weiteres geschlossen bleiben, sagte Puente. Präsident Enrique Peña Nieto sagte den Arbeitern und Anwohnern der Raffinerie Unterstützung zu.

PMV ist ein Gemeinschaftsunternehmen der petrochemischen Firma Mexichem und des Staatskonzerns Pemex. Es stellt Vinylchlorid her - eine Grundsubstanz für die Herstellung von Plastikrohren.

dpa

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