Der Großbrand hat mehrere Wohnungen in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso zerstört. Foto: Luis Hidalgo
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Der Großbrand hat mehrere Wohnungen in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso zerstört. Foto: Luis Hidalgo
Helfer bei Aufräumarbeiten in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso. Foto: Alfonso Sepúlveda
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Helfer bei Aufräumarbeiten in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso. Foto: Alfonso Sepúlveda
Wald und Weideland brennen weiter. Foto: Alfonso Ruiz-Tagle
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Wald und Weideland brennen weiter. Foto: Alfonso Ruiz-Tagle
Eine Frau steht neben den Überresten ihres zerstörten Hauses. Foto: Luis Hidalgo
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Eine Frau steht neben den Überresten ihres zerstörten Hauses. Foto: Luis Hidalgo
Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Foto: Luis Hidalgo
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Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Foto: Luis Hidalgo

Brandursache unbekannt

Chile: 222 Häuser nach Großbrand in Valparaíso zerstört

Ein Feuer wütet im Hafenviertel der chilenischen Stadt Valparaíso und zerstört mehr als 200 Häuser. Zahlreiche Menschen werden obdachlos. Die Behörden suchen nach der Brandursache.

Santiago de Chile (dpa) – Der Großbrand in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso hat mindestens 222 Häuser zerstört. Das bestätigte Chiles Präsidentin Michelle Bachelet beim Besuch einer Notunterkunft für die Opfer.

Zuvor war sie über das betroffene Gebiet geflogen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. ie Ursache des Brandes, der am Montag im Hafenviertel Laguna Verde wütete und mindestens 19 Menschen verletzte, war zunächst nicht bekannt. Laut Staatsanwalt Juan Ignacio Sepúlveda brach das Feuer möglicherweise im Naherholungsgebiet Fundo Quebrada Verde aus. Auch Brandstiftung sei möglich. "Bis jetzt gehen wir allen Hypothesen nach. Es könnte Brandstiftung sein. Aber wir schließen nichts aus."

Die Wetterlage habe keinen natürlichen Brandausbruch voraussehen lassen, erklärte der Leiter des Katastrophendienstes Onemi in Valparaíso, Guillermo de la Maza. Nach Angaben der nationalen Forstbehörde tobten am Dienstag noch 71 Waldbrände in der umliegenden Region. Dabei seien rund 3455 Hektar Wald zerstört worden. In der Gegend um Valparaíso galt die Alarmstufe rot für vier Gemeinden. In einer von ihnen, in Bucalemu, rund 100 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago de Chile, wurden vorsorglich 900 Häuser evakuiert. Viele davon seien Ferienhäuser.

Unterdessen begannen die Aufräumarbeiten in der Stadt. Bachelet sagte den Betroffenen staatliche Hilfe zu. "Die Regierung hat immer Mittel für Notfälle", versicherte die Präsidentin. "In der Vergangenheit haben die Menschen Subventionen für Waren sowie Mietbeihilfen erhalten, und wir werden laufend darüber informieren, wie wir mit dem Wiederaufbau von Valparaíso weitermachen." Rund 150 Polizisten wurden um das Brandgebiet aufgestellt, um Plünderungen zu vermeiden.

Im April 2014 waren in Valparaíso bei der schlimmsten Brandkatastrophe in der Geschichte Chiles 15 Menschen umgekommen. Rund 3000 Gebäude wurden damals zerstört. Die auf Hügeln errichtete Stadt 120 Kilometer westlich von Santiago ist für Brände besonders anfällig. Valparaíso ist der Sitz des chilenischen Parlaments. Der historische Stadtkern gehört zum Weltkulturerbe der Unesco.

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