Notfallmaßnahmen bereits eingeleitet

Seuchen-Ausbruch in China: Dreijähriger Junge infiziert sich mit „schwarzem Tod“

  • vonTim Althoff
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In China hat sich ein erst dreijähriger Junge mit der Beulenpest angesteckt. Umgehend wurden Notfallmaßnahmen gegen eine Ausbreitung eingeleitet. 

  • In China hat sich ein dreijähriger Junge mit der Beulenpest angesteckt.
  • In Europa wurde die Krankheit weitgehend ausgerottet, in Asien kommt es jedoch immer mal wieder zu neuen Fällen.
  • Die Krankheit wird von Flöhen übertragen, die von Tieren, wie Ratten auf den Menschen überspringen können.

München - Zwar kämpft die Welt aktuell gegen das Coronavirus* an, das eine globale Pandemie* ausgelöst hat, jedoch können auch andere Krankheiten noch gefährlich werden. In China, wo sich schon Covid-19* erstmals ausbreitete, hat sich nun ein Junge mit der Beulenpest angesteckt.

In der chinesischen Provinz Yunnan hat sich das Kind infiziert und am Freitag erste Symptome aufgewiesen. Das berichtet die Daily Mail. Schon vor der Infektion des Jungen soll es in der Region zu einer Untersuchung gekommen sein, da mehrere Fälle der Rattenpest aufgetreten waren. Ratten sind zwar als Überträger der Krankheit bekannt, ob sich der Junge jedoch bei den Nagetieren angesteckt hat, ist nicht bestätigt.

Beulenpest in China: Sämtliche Notfallmaßnahmen eingeleitet

Der Betroffene schwebt wohl nicht in Lebensgefahr und ist stabil. Nach der Diagnose sollen sämtliche Notfallmaßnahmen eingeleitet worden sein, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu stoppen. Bereits infizierte Personen können durch einen Impfstoff erfolgreich behandelt werden.

In der Inneren Mongolei ist es laut dem Focus schon im August zu zwei Todesfällen durch die Pest gekommen. Viele Menschen seien dort von Lockdowns und ähnlichen Präventionsmaßnahmen betroffen. Daher sei die Einschleppung der Seuche eine große Gefahr.

Beulenpest: Menschen in der Mongolei sollen sich an Murmeltieren angesteckt haben

Den verantwortlichen Behörden zufolge, sollen sich die Menschen in der Mongolei an Murmeltieren angesteckt haben. So herrscht in der Region jetzt noch bis Ende des Jahres ein Verbot für das Jagen und Essen von Tieren, die Beulenpest übertragen können.

In Europa ist die Pest, die auch als „Schwarzer Tod" bekannt ist, weitgehend ausgerottet. Im Mittelalter raffte sie hingegen zahlreiche europäische Städte dahin und soll für mindestens drei Pandemien (im 6., 13.-15. und 19. Jahrhundert) gesorgt haben. Laut dem Robert-Koch-Institut* hatte dies über 100 Millionen Todesopfer zur Folge. (ta) merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Hector RETAMAL / AFP

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