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Flugzeugabsturz in China: Sucheinsatz mit Drohnen und Wärmebildkameras - aber kaum Hoffnung auf Überlebende

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Von: Sven Hauberg

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Nach dem Absturz einer Boeing 737 im Südwesten Chinas wird weiter nach Überlebenden gesucht. Wahrscheinlich aber sind alle 132 Menschen, die an Bord waren, ums Leben gekommen.

Update vom 24. März, 11.08 Uhr: Nach dem Absturz einer China-Eastern-Maschine mit 132 Menschen an Bord kommen am Unglücksort im Süden Chinas nun auch Drohnen und Wärmebildkameras zum Einsatz. Vier Tage nach dem Unglück suchten zahlreiche Einsatzkräfte am Donnerstag auf einem bewaldeten Hügel weiter nach dem zweiten Flugschreiber der Boeing 737-800 sowie nach Überlebenden des Unglücks. Die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich jemand der 123 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder überlebt hat, scheint jedoch äußerst gering.

Am Mittwochabend wurden menschliche Überreste gefunden. Die Einsatzkräfte hofften aber weiter auf Überlebende. „Unser Hauptziel ist die Suche nach Opfern und die Rettung von Leben“, sagte Huang Shangwu, ein hochrangiger Vertreter der Feuerwehr, vor Journalisten. Dafür kämen auch Wärmebildkameras am Boden und Drohnen in der Luft zum Einsatz. Auch die Suche nach dem Flugdatenschreiber, der Daten wie Flughöhe und Geschindigkeit aufzeichnet, wurde fortgesetzt.

Der Stimmenrecorder war am Mittwoch gefunden und zur Auswertung nach Peking geschickt worden. Von der Auswertung der Black Boxes erhoffen sich die Behörde Hinweise auf die Absturzursache, die bisher völlig unklar ist. Staatsmedien zufolge war der Stimmenrecorder allerdings schwer beschädigt.

Die Fluggesellschaft China Eastern hob am Mittwoch hervor, dass nach dem Unglück kein Verdacht auf den Piloten und seine zwei Co-Piloten falle. Nach ersten Erkenntnissen hätten diese ihren Dienst „üblicherweise sehr gut“ geleistet und ihre familiäre Situation sei „harmonisch“ gewesen.

Update vom 23. März, 11.03 Uhr: Nach dem Absturz einer Passagiermaschine mit 132 Menschen an Bord in Südchina haben Suchtrupps einen der beiden Flugschreiber gefunden. Das Gerät sei bei Sucharbeiten am Mittwoch entdeckt worden, sagte ein Sprecher der chinesischen Flugsicherheitsbehörde. Experten erhoffen sich von der Auswertung der Black Boxes Hinweise auf die Absturzursache, die bisher völlig unklar ist.

Die Ermittlungen zum Absturz waren zuvor durch heftige Regenfälle behindert worden. Ein Reporter des chinesischen staatlichen Fernsehsenders CCTV, der Zugang zur Absturzstelle hatte, sagte am Mittwoch, es bestehe die Gefahr von „kleineren Erdrutschen“. Die Bergungsarbeiten wurden demnach unterbrochen. Durch den Absturz habe sich ein großer Krater gebildet, sagte der CCTV-Reporter. „Der Krater ist voller Wasser“.

Update vom 22. März, 14.02 Uhr: Nach dem Absturz einer Passagiermaschine in Südchina ist die Unglücksursache weiterhin ungeklärt. Rettungsmannschaften setzten am Dienstag in dem waldigen und schwer zugänglichen Absturzgebiet ihre Suche nach den 132 Insassen der Maschine fort, die am Montag in einer bergigen Gegend der Region Guangxi zerschellt war. Die Leichen und die persönlichen Gegenstände der Passagiere seien bei dem beim Aufprall ausgelösten Brand vermutlich „vollständig verbrannt“, sagte eine Mitarbeiterin der Rettungsdienste der Nachrichtenagentur AFP.

Der Ex-Chef der französischen Luftfahrtermittlungsbehörde (BEA), Jean-Paul Troadec, nannte die FlightRadar-Daten zu dem Unglücksflug „sehr ungewöhnlich“. Es sei aber noch „viel zu früh“, um Schlussfolgerungen zu ziehen.

Das Videostandbild des chinesischen Fernsehsenders CCTV zeigt Teile des abgestürzten Flugzeugs.
Das Videostandbild des chinesischen Fernsehsenders CCTV zeigt Teile des abgestürzten Flugzeugs. © dpa

China: Wohl alle Insassen der abgestürzten Boeing ums Leben gekommen

Update vom 22. März, 7.06 Uhr: Bei dem Absturz einer Passagiermaschine im Süden Chinas sind vermutlich alle 132 Insassen ums Leben gekommen. Wie der chinesische Staatssender CCTV am Dienstag rund 18 Stunden nach dem Absturz berichtete, wurde das Wrack der Boeing-Maschine gefunden, bislang aber keine Überlebenden. Mehrere Hundert Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren im Einsatz. 

Die Boeing 737 der Fluggesellschaft China Eastern Airlines war am Montag plötzlich mehr als 8800 Meter in die Tiefe gestürzt, wie die Luftfahrtbehörden berichteten. Auf einem Video war zu sehen, wie die Maschine kopfüber abstürzte. An Bord waren 123 Passagiere und neun Crewmitglieder. Das Unglück passierte in einer entlegenen, hügeligen Gegend nahe der Stadt Wuzhou. Das Flugzeug mit der Flugnummer MU5735 war auf dem Weg von Kunming in der Provinz Yunnan nach Guangzhou in der Provinz Guangdong.

Der US-Flugzeugbauer Boeing kündigte seine Unterstützung an. „Unsere Gedanken sind bei den Passagieren und der Besatzung von China Eastern Airlines Flug MU 5735“, teilte der Konzern mit. Technische Experten stünden bereit, um bei der Untersuchung der Unglücksursache unter der Führung der chinesischen Zivilluftfahrtbehörde zu helfen. 

China: Boeing 737 mit 132 Menschen an Bord abgestürzt - Airline spricht erstmals von Todesopfern

Update vom 21. März 2022, 13.25 Uhr: Nach dem Absturz eines ihrer Flugzeuge hat die Fluggesellschaft China Eastern Airlines erstmals von Todesopfern gesprochen, dabei aber keine konkrete Zahl genannt. „Das Unternehmen spricht sein tiefes Beileid für die Passagiere und Besatzungsmitglieder aus, die bei dem Flugzeugunglück ums Leben gekommen sind!“, heißt es in einer Mitteilung der Airline. China Eastern Airlines entschied außerdem, alle Maschinen vom Typ Boeing 737-800 vorerst nicht mehr starten zu lassen. Das berichten chinesische Medien unter Berufung auf Vertreter der Fluggesellschaft. Bei der Unglücksmaschine handelte es sich um eine Boeing 737-800NG, die knapp sieben Jahre alt gewesen sein soll.

Ein Video, das unter anderem die staatliche People‘s Daily auf Twitter geteilt hat, soll den Absturz zeigen. Unklar ist, ob auf dem Video das Flugzeug oder nur Teile davon zu sehen sind.

Wie chinesische Staatsmedien schreiben, rief der chinesische Premierminister Li Keqiang* dazu auf, alles zu tun, um nach Überlebenden zu suchen und mögliche Verletzte zu versorgen. Li forderte die zuständigen Stellen auf, die Unfallursache ernsthaft zu ermitteln und strenge Maßnahmen zur Stärkung des Sicherheitsmanagements in der Zivilluftfahrt zu ergreifen, so die staatliche Global Times.

Ob es nach dem Absturz der Maschine mit 132 Menschen an Bord Überlebende gegeben hat, ist weiterhin unklar.

Flugzeugabsturz in China: Maschine „senkrecht vom Himmel gefallen“

Update vom 21. März 2022, 11.21 Uhr: Weil die Absturzstelle in einer abgelegenen Bergregion liegt, ist sie für die Rettungskräfte nur sehr schwer zugänglich. Chinesischen Staatsmedien zufolge mussten Feuerwehrleute zu Fuß zum Unglücksort, da dieser für Fahrzeuge nicht erreichbar sei.

Flugdaten zeigen, dass Flug MU5735 um 13.15 Uhr (Ortszeit) vom Flughafen Kunming startete und bis 14.19 Uhr in einer Höhe von 8.869 m unterwegs war, als er plötzlich seine Reiseflughöhe verließ und mit einer Geschwindigkeit von etwa 845 km/h in den Sinkflug ging. Laut Beijing Youth Daily sagte ein Augenzeuge namens Li, die Maschine sei „senkrecht vom Himmel gefallen“.

Rettungskräfte aus Kunming machen sich auf den Weg zur Absturzstelle.
Rettungskräfte aus Kunming machen sich auf den Weg zur Absturzstelle. © Xinhua/Imago

Wang Yanan, Chefredakteur des in Peking ansässigen Magazins Aerospace Knowledge, sagte der staatlichen Global Times, es sei sehr wahrscheinlich, dass das Flugzeug in Reiseflughöhe an Leistung verlor. Das habe dazu geführt, dass der Pilot die Kontrolle über die Maschine verlor. Der Experte sprach weiter von einem „sehr schwerwiegenden technischen Versagen“. Genaueres könne man allerdings erst nach Bergung des Flugschreibers sagen.

Flugzeugabsturz in China: Maschine „komplett zerstört“

Update vom 21. März 2022, 10.46 Uhr: Nach dem Absturz eines Flugzeugs mit 132 Menschen an Bord in Südchina berichteten Dorfbewohner, die Maschine sei „komplett zerstört“ worden. Der Waldbrand habe inzwischen gelöscht werden können, berichteten Augenzeugen am Montag nach Angaben der Nachrichtenseite Jimu Xinwen.

Feuerwehrleute und Bergungstrupps, an denen sich auch örtliche Anwohner beteiligten, seien an der Absturzstelle im Kreis Teng in der südchinesischen Region Guangxi. Über das Schicksal der Insassen der Boeing 737 der China Eastern Airlines wurde zunächst nichts weiter bekannt. Die Fluggesellschaft China Eastern Airlines wechselte auf ihrer Webseite die Farbe in Grau, um ihre Trauer zum Ausdruck zu bringen.

Flugzeugabsturz in China: Bilder zeigen Waldbrände und Rauch

Erstmeldung vom 21. März 2022: München/Wuzhou - In China* hat sich ein schweres Flugzeugunglück ereignet: Wie Staatsmedien am Montagnachmittag (Ortszeit) berichteten, ist eine Boeing 737 der China Eastern Airlines mit 132 Menschen an Bord in der Provinz Guangxi abgestürzt. In ersten Berichten war noch von 133 Menschen die Rede. An Bord des Flugzeugs sollen sich neun Besatzungsmitglieder und 123 Passagiere befunden haben. Bestätigt wurde das Unglück auch von der chinesischen Luftfahrtbehörde.

Das Unglück ereignete sich demnach nahe der Stadt Wuzhou in einem entlegenen und hügeligen Gebiet des Kreises Teng. Die Provinz Guangxi liegt im Südwesten Chinas, an der Grenze zu Vietnam. Über Opferzahlen ist noch nichts bekannt. Wie der staatliche Fernsehsender CGTN mitteilte, sind Rettungsteams auf dem Weg zur Unglücksstelle. Die Maschine vom Typ Boeing 737-800NG war auf dem Weg von Kunming (Provinz Yunnan) nach Guangzhou (Provinz Guangdong*). Der Absturzort liegt rund 300 Kilometer vom Zielflughafen entfernt.

In den sozialen Medien wurden mehrere Videos geteilt, die die Unglücksstelle zeigen sollen. Auf den Bildern, deren Echtheit nicht bestätigt werden kann, sind ein brennende Waldstück und starker Rauch zu sehen.

Zuletzt hatte es in China im Jahr 2010 ein schweres Flugzeugunglück gegeben: Beim Absturz einer Embraer E-190 der Henan Airlines waren 44 Menschen ums Leben gekommen. (sh/dpa/AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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