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Bei dem Erdbeben kamen mindestens fünf Menschen ums Leben.

Stärke 5,8

Mindestens fünf Tote bei Erdbeben in China

Shangri-La - In einem chinesischen Touristengebiet sind bei einem Erdbeben der Stärke 5,8 im Südwesten des Landes am Samstag mindestens fünf Menschen getötet worden.

Rund 600 Häuser seien eingestürzt, mehr als 55.000 weitere beschädigt worden, berichteten die staatlichen chinesischen Medien. Mehr als 9000 Einwohner mussten umquartiert werden.

Auf Fotos im Internet waren als Helfer eingesetzte Soldaten sowie beschädigte Fahrzeuge zu sehen. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von Rutschungen an bewaldeten Bergen sowie aus Häusern herausgebrochene Betonteile. Das Zivilschutzministerium kündigte die Entsendung von Zelten, Bettwaren und Kleidung an.

Zentrum des Bebens war laut USGS die Stadt Benzilan in der Provinz Yunnan nahe dem beliebten Touristengebiet Shangri-La. Die Erschütterungen gegen 02.04 Uhr MESZ lösten Erdrutsche aus, machten Straßen unpassierbar und zerstörten Telefonleitungen.

Der Fahrer eines Touristenbusses starb, als der Bus von herabstürzenden Felsbrocken getroffen wurde. Drei Fahrgäste wurden schwer verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Drei weitere Touristenbusse saßen demnach inmitten von Geröll fest. Erst am Mittwoch hatte ein Beben der Stärke 5,1 die Region erschüttert.

Laut Xinhua wurden insgesamt 24 Menschen, darunter sieben Touristen, verletzt. Über deren Nationalität lagen zunächst keine Angaben vor.

Benzilan ist etwa 60 Kilometer von Shangri-La entfernt. Das Gebiet wurde nach dem mystischen Ort im 1933 erschienenen Bestsellerroman des britischen Schriftstellers James Hilton, "Der verlorene Horizont", benannt, um zusätzliche Touristen anzulocken. Shangri-La selbst, das vergangenes Jahr 7,6 Millionen Besucher aufsuchten, war von dem Erdbeben nach Angaben von Anwohnern nur geringfügig betroffen Das eigentliche Erdbebengebiet liegt an der Grenze zur Provinz Sichuan.

In der nordwestlichen Provinz Gansu waren im Juli bei zwei dicht aufeinander folgenden Erdbeben 95 Menschen um Leben gekommen. In Sichuan wurden Anfang des Jahres rund 200 Menschen bei einem Beben der Stärke 6,6 getötet. Fünf Jahre zuvor waren in der selben Provinz fast 90.000 Menschen durch ein Erdbeben gestorben.

afp

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