Serienmörder verfütterte Opfer an Hunde

Peking - China ist geschockt von den Taten eines mutmaßlichen Serienmörders. Der Mann soll die Leichenteile seiner Opfern auch an seine Hunde verfüttert haben.

Nach der Festnahme des 56-Jährigen bestätigte das der Vizepolizeidirektor Wu Huayong vom Kreis Jinning (Provinz Yunnan) am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Der Mann soll mindestens elf junge Männer umgebracht haben.

Medienberichte in Hongkong, wonach der Mann selbst Menschenfleisch gegessen haben soll, konnte der Polizeioffizier allerdings nicht bestätigen. „Wir haben gegenwärtig keine Beweise, dass er sie selbst gegessen hat“, sagte Wu Huayong. In der Gegend um seinen südchinesischen Wohnort Nanmen waren seit 2005 wiederholt Jugendliche verschwunden.

Der Mann soll seine Opfer zerstückelt und Leichenteile auch verbrannt und vergraben habe. Die Enthüllungen sorgen in China für große Aufregung. Die Zensur blockierte am Montag seinen Namen und anderen Suchworte wie „Kannibalismus in Yunnan“ in den twitterähnlichen Kurznachrichtendiensten im Internet.

Denn auch die Polizei steht in der Kritik: Der Polizeichef des Kreises und der Leiter der Polizeistation in seinem Dorf wurden wegen Vernachlässigung ihrer Dienstpflichten entlassen. Der Mann hatte 1979 wegen Mordes die Todesstrafe mit einem zweijährigen Vollzugsaufschub bekommen. Nach weiteren Strafermäßigungen war er 1997 aus der Haft entlassen worden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stiefvater ließ Lara Mia (9 Monate) verhungern - Urteil
Hamburg - Ein neun Monate altes Mädchen stirbt in Hamburg – zum Todeszeitpunkt ist das Kind stark unterernährt. Jetzt fiel im Prozess ein überraschend hartes Urteil …
Stiefvater ließ Lara Mia (9 Monate) verhungern - Urteil
Deutscher stirbt bei Lawinenabgang in Tirol
Sölden - Obwohl Experten vor Lawinen gewarnt hatten, ist ein Deutscher in Sölden auf die Piste gegangen - und kam durch ein Schneebrett, das er wohl selbst ausgelöst …
Deutscher stirbt bei Lawinenabgang in Tirol
Schüler bei Eiseskälte ausgesetzt - Busfirma entschuldigt sich
Schönborn - Bei Minusgraden hat ein Busfahrer etwa 20 Kinder ohne weitere Informationen einfach an der Straße ausgesetzt. Die Busfirma kündigt „Konsequenzen“ für den …
Schüler bei Eiseskälte ausgesetzt - Busfirma entschuldigt sich
Mord vor 35 Jahren: Verurteilter kommt frei 
Flensburg - Er war 17, als er 1982 eine 73-jährige Frau in ihrer Wohnung mit einem Kissen erstickte, um einen Diebstahl zu verdecken. Jetzt wurde der Mann verurteilt - …
Mord vor 35 Jahren: Verurteilter kommt frei 

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion