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Chinas "Jadehase".

"Chance, gerettet zu werden"

Chinas "Jadehase" auf Mond wiederbelebt

Peking - Chinas Mondfahrzeug „Jadehase“ hat trotz seiner mechanischen Funktionsprobleme die jüngste Mondnacht überstanden.

Für Chinas Mondfahrzeug "Yutu" gibt es offenbar doch noch Hoffnung: Der ferngesteuerte Rover sei "noch am Leben", sagte ein Sprecher der chinesischen Mondmission, Pei Zhaoyu, am Donnerstag der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Es gebe daher noch eine Chance, das "Jadekaninchen" zu retten. Am Mittwoch hatte die staatliche Nachrichtenagentur China News Service (CNS) gemeldet, dass die Raumfahrtbehörde das Mondfahrzeug bereits aufgegeben habe, weil die volle Funktionsfähigkeit nicht wieder hergestellt werden könne.

"Yutu" ist seit Mitte Dezember auf dem Mond im Einsatz. Mehrere Stunden nach der ersten chinesischen Mondlandung überhaupt startete der Rover seine erste Erkundungsfahrt. Nach zwei Tagen sendete er dann erste Aufnahmen zur Erde. Ende Januar hatte die chinesische Raumfahrtbehörde dann aber von technischen Problemen des Fahrzeugs berichtet. Laut Xinhua gab es eine "Unregelmäßigkeit bei der technischen Kontrolle", die mit "der komplizierten Umgebung auf der Mondoberfläche" zu tun habe.

Wissenschaftler waren besorgt, ob der Rover im Ruhezustand die 14 Tage lange, kalte Nacht auf dem Mond überstehen kann. Nun habe er aber ganz normal Signale empfangen, sagte Mondmissions-Sprecher Pei. "Yutu ist zum Leben zurückgekehrt", fügte er hinzu.

China ist das dritte Land nach den USA und der früheren Sowjetunion, dem eine Mondlandung glückte. Das letzte Mal hatte die Sowjetunion im Jahr 1976 erfolgreich eine Sonde zum Mond geschickt. Die chinesische Raumfahrtbehörde feierte die erste erfolgreiche Mondlandung nach fast vier Jahrzehnten als wichtigen Schritt "für die ganze Menschheit".

Die Landung des Mondfahrzeugs war eine wichtige Etappe für das chinesische Raumfahrtprogramm, das bis 2020 den Aufbau einer dauerhaften Weltraumstation vorsieht. Für Peking ist das vom Militär verantwortete Raumfahrtprogramm ein Symbol für das wachsende internationale Gewicht des Landes und die wissenschaftliche und technische Aufholjagd gegenüber dem Westen und Russland. Das ehrgeizigste Vorhaben der chinesischen Raumfahrt ist die Entsendung eines Taikonauten, wie Astronauten in China genannt werden, zum Mond. Ein Zieldatum dafür gibt es noch nicht.

AFP

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