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Er soll Staus überwinden: Der sogenannte "Stelzenbus"

Chinesische Medien berichten

Dubiose Geschäfte: Zweifel an chinesischem "Super-Bus"

Qinhuangdao - Er soll das Verkehrschaos in Chinas Mega-Städten mindern: der sogenannte "Stelzen-Bus" kann über Autos hinweg fahren. Jetzt gibt es Zweifel an der Machbarkeit - und Hinweise auf dubiose Geschäfte. 

Mögliche dubiose Geschäfte und Zweifel an der Machbarkeit umwittern laut chinesischer Presse den sogenannten "Stelzenbus", der angeblich über Staus hinwegfahren kann. Das Projekt einer chinesischen Firma hatte in den vergangenen Tagen international für Aufmerksamkeit gesorgt, doch die chinesischen Medien zeigten sich am Donnerstag und Freitag skeptisch. 

So äußerte die regierungstreue "Global Times" nicht nur Sicherheitsbedenken, sondern zog auch die Machbarkeit des Projekts in Zweifel. Mit einer Länge von 22 Metern sei es für das Fahrzeug sehr schwierig, um eine Kurve zu fahren, berichtete das Blatt. Zudem könne der futuristische Bus bei einer Höhe von fast fünf Metern nicht unter Fußgängerbrücken oder durch Tunnel fahren. Die Idee eines solchen Busses sei bereits vor sechs Jahren von einer Expertengruppe als "völlig unpraktikabel" bewertet worden, zitierte die Zeitung den Spezialisten für Stadtplanung, Yin Zhi. 

"Stelzenbus" soll bis zu 1400 Personen transportieren 

Der elektrisch betriebene Stelzenbus wurde von der Firma TEB Tech entwickelt. Die Idee dazu stellte das Unternehmen bereits im Jahr 2010 vor. In dieser Woche wurden Bilder veröffentlicht, die zeigen, wie der Prototyp des Fahrzeugs auf einer kurzen Strecke in Qinhuangdao im Norden Chinas unterwegs ist. Zwei Autos fahren dabei unter dem Riesenbus hindurch. Laut TEB Tech soll der Stelzenbus eines Tages bis zu 1400 Passagiere befördern und bis zu 60 Kilometer pro Stunde schnell sein können. Auch die Finanzierung des Projekts weckte in China Zweifel. So wird TEB Tech zu 90 Prozent von der Firma Bai Danqing kontrolliert. Dieses Unternehmen wiederum hat die Online-Kreditfirma Huaying Kailai gegründet, die laut dem Finanzmagazin "Caixin" im vergangenen Jahr von einer Sonderkommission der Regierung unter "strikte Beobachtung" gestellt wurde. Huaying Kailai versicherte der Pekinger Zeitung "Xinjingbao" zwar, dass für das Bus-Projekt von TEB kein Geld seiner Kunden verwendet werde. Allerdings belegte die Zeitung gleich das Gegenteil: Sie berichtete, dass die Firma einem Undercover-Journalisten angeboten habe, in den futuristischen Bus zu investieren. Dafür sei eine Rendite von zwölf Prozent in Aussicht gestellt worden. 

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