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In China wurde am 18. Februar das Jahr des Ziege bzw. des Schafes eingeläutet.

Sprichwort verheißt nichts Gutes

Neujahr in China: Was erwartet uns im Jahr des Schafes?

China - In China wurde nach dem traditionellen Bauernkalender am 18. Februar das chinesische Neujahr gefeiert. Das neue Jahr steht im Zeichen der Ziege oder des Schafes. Was steckt dahinter?

In China wurde am 18. Februar das chinesische Neujahr gefeiert. Zwar richtet China sich mittlerweile auch nach dem gregorianischen Kalender, dennoch feiern sie das chinesische Neujahr (auch Chinesisches Frühlingsfest genannt) noch immer nach dem traditionellen chinesischen Bauernkalender. Die Feierlichkeiten haben kein festes Datum, finden jedoch immer im Zeitraum zwischen dem 20. Januar und dem 21. Februar eines Jahres statt. Die Bevölkerung hat offiziell drei Tage frei, doch dauern die Feste meistens bis zum 15. Tag des "neuen Jahres", dem Laternenfest. Dieses Jahr feiern die Chinesen also bis zum 06. März das neue Jahr.

Fenster und Türen müssen für das Glück offen gehalten werden

In den Tagen vor dem Neujahrsfest herrscht in China die größte Reisezeit der Welt. Nirgendwo sonst sind so viele Menschen gleichzeitig unterwegs. Die vielen Millionen Arbeiter verlassen die wirtschaftlichen Metropolen um zu ihren Familien auf dem Land zu fahren. Dort wird das Haus her gerichtet, der Staub und das Pech werden hinaus gefegt, damit das Glück Platz hat, um sich zu verbreiten. Außerdem werden Fenster und Türen offen gelassen, damit das Glück einfacher in das Haus findet. Zudem wird nachts das Licht brennen gelassen. Das soll böse Geister abschrecken und gleichzeitig dem Glück den Weg leiten.

Keine Schuhkäufe oder Friseurbesuche

In der Zeit kurz vor und während dem Neujahrsfest soll man sich lieber keine neuen Schuhe zulegen, da dass Wort "Schuh" ("Xiézi") im chinesischen ähnlich zu dem Wort "schlecht", "böse" und "ungesund" ("Xié") ist. Auch der Besuch beim Friseur sollte lieber warten. Denn wer sich während den Festlichkeiten die Haare schneiden lässt, schneidet sich sprichwörtlich das Glück ab, da auch hier die Bezeichnung für die Wörter "Haar" ("Fà") und "Glück" ("Fā") sehr ähnlich ist.

Das unglückliche Jahr der Ziege und des Schafes

In einem Zyklus von zwölf Jahren ist nach dem chinesischen Horoskop jedes Jahr einem bestimmten Tier gewidmet. Dazu gehört auch eines der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall oder Wasser. Zu den zwölf bedeutenden Tieren gehören unter anderem Ratte, Büffel, Drache, Schlange, Pferd, Schwein, Hahn, Hund, Affe und Schaf.

Vergangenes Jahr war beispielsweise das Jahr des Pferdes und davor das Jahr der Wasser-Schlange. 2015 soll demnach im Zeichen des Schafes oder auch der Ziege stehen. Das chinesische Wort "Yang" kann nämlich beides bedeuten. Die Bedeutung in der Tiermythologie für Schaf und Ziege ist sowohl positiv als auch negativ. Zwar steht die Ziege für reiche Ernten und Wohlstand und das Schaf für Zutraulichkeit und Kreativität, aber das Schaf bedeutet ebenso auch Antriebslosigkeit.

Ein chinesisches Sprichwort lautet zudem, dass neun von zehn im Jahr des Schafes geborene Menschen unglücklich werden. Viele Eltern wollten deswegen auf Nummer sicher gehen und ließen ihre Kinder per Kaiserschnitt noch im alten Jahr, im Jahr des Pferdes, auf die Welt bringen. Es kam daher zu einem regelrechten Baby-Boom gegen Ende des chinesischen Jahres.

Auch bei Google steht das Jahr des Schafes im Vordergrund

Auch bei Google soll das chinesische Neujahr beziehungsweise das Jahr des Schafes nicht zu kurz kommen. In dem heutigen Google-Doodle nimmt ein Schaf Anlauf und springt gegen ein Lampion, das an einem Baum hängt. Daraufhin gehen kleine Feuerwerkskörper an den Bäumen, in einer Art Domino-Effekt los und das Schaf sieht sich verschreckt um. Im Hintergrund erscheint im orangenen Himmel ein Feuerwerk und schreibt das Wort "Google" in den Himmel. Das Jahr des Schafes (oder auch der Ziege) leuchtet bei Google in orange, der Farbe der Freude, Lebhaftigkeit und der Ausgelassenheit. Vielleicht wird es doch nicht so ein unglückliches Jahr der Ziege oder des Schafes.

Madita Tietgen

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